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Bitteres Saisonende: St.Otmar St.Gallen scheidet im Playoff-Viertelfinal nach dramatischem Kampf aus

St.Otmar scheitert in den Playoff-Viertelfinals in der fünften und entscheidenden Partie. Nach zwei Verlängerungen verlieren die St.Galler auswärts gegen den BSV Bern im Penaltyschiessen.
Daniel Good, Bern
Ein am Boden zerstörter Benjamin Geisser nach dem Spiel. (Bild: Freshfocus)

Ein am Boden zerstörter Benjamin Geisser nach dem Spiel. (Bild: Freshfocus)

Die Partie war umstritten und stand häufig auf des Messers Schneide. Beide Mannschaften hatten genügend Chancen, um die Halbfinals zu erreichen. Mit dem dritten Heimsieg schaffte dies der BSV Bern, der nun auf die Kadetten aus Schaffhausen trifft und sich zugleich für den Europacup qualifizierte. Den entscheidenden Penalty verwertete der junge Manuel Bamert, der zuvor keine Minute gespielt hatte.

Nach 60 Minuten stand die Partie 29:29, nach zwei Verlängerungen 36:36. Deshalb fiel die Entscheidung vom Siebenmeterpunkt aus. Für St.Gallen verschossen Andrija Pendic, Jan Gwerder und Julian Rauch.

Viel Nervosität im Spiel

St.Otmar hatte seine besten Momente in der zweiten Halbzeit der regulären Spielzeit. In kurzer Zeit erzielten die St.Galler durch Dominik Jurilj, zweimal Severin Kaiser und Benjamin Geisser vier Tore und gingen 24:20 in Führung. Den Vier-Tore-Vorsprung gaben die Ostschweizer aber rasch wieder preis. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte, auch das Abschlussglück. Im St.Galler Spiel war viel Nervosität. Der sonst sichere Penaltyschütze Severin Kaiser vergab in der 50. Minute einen Siebenmeter, Bern schaffte im Gegenzug den 25:26-Anschlusstreffer und wenig später durch einen Penalty den 26:26-Ausgleich.

Harter Playoff-Kampf: Der Otmärler Tobias Wetzel behauptet den Ball gegen zwei Berner. (Bild: Freshfocus)

Harter Playoff-Kampf: Der Otmärler Tobias Wetzel behauptet den Ball gegen zwei Berner. (Bild: Freshfocus)

Kurz vor dem Halbfinal

Die Wogen gingen hoch in der Schlussphase. Durch Jurilj verschaffte sich St.Otmar wieder einen Vorsprung, aber Bern glich zum 27:27 aus. In der 57. Minute stand es immer noch unentschieden. Gut zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Pendic aus dem Rückraum mit seinem dritten Treffer der Partie zum 28:27. Im Handumdrehen gab St.Otmar den Vorteil aber wieder aus der Hand. Zunächst kassierte es durch einen erneuten Penalty den Ausgleich. Dann leisteten sich die Ostschweizer im Angriff einen technischen Fehler. Anstatt in der 60. Minute den 29:28-Siegtreffer zu erzielen, standen sie wieder mit dem Rücken zur Wand. Bern bewerkstelligte 17 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das 29:28.

Aber St.Otmar gab nicht auf. Tobias Wetzel erkämpfte sich in der Schlusssekunde einen Siebenmeter, den Spielertrainer Bo Spellerberg souverän zum 29:29 verwandelte.

Rote Karte für Bo Spellerberg

Es kam zur ersten Verlängerung über zweimal fünf Minuten. Die Energiereserven spielten in der Entscheidung eine wichtige Rolle. Auch die Moral. Beide Teams standen in der regulären Spielzeit vor dem Sieg, waren aber zu wenig clever, um einen Vorsprung über die Runden zu bringen. Bern wie St.Otmar scheiterten mit ihren ersten Angriffen. Zugleich erhielt Spellerberg die rote Karte.

In der strittigen Aktion stürzte sich der Däne auf den Ball, ein Berner stürzte sich ebenfalls auf das Spielgerät und die Schiedsrichter unterstellten Spellerberg einen absichtlichen Fusstritt ins Gesicht des Gegners. Aber in Unterzahl verbuchten die St.Galler wieder den Führungstreffer durch Goalie Bringolf zum 30:29. Wetzel bewerkstelligte das 31:29 im zweiten Anlauf.

Der 36-jährige Jakub Szymanski, ein ehemaliger Spieler St.Otmars, brachte Bern mit dem 30:31-Anschlusstreffer zurück. So blieb es auch nach dem zweiten Seitenwechsel spannend. Jurilj traf zum 32:30, aber der Tscheche Szymanski konterte umgehend. Mittels Penalty traf der Berner Matthias Gerlich in der 68. Minute zum 32:32. Die St.Galler kamen hernach in ­doppelter Unterzahl unbehelligt ­davon. Auch spielten sie ab der 40. Minute ohne Linkshänder im Rückraum. Igor Milovic erlitt einen Riss der Achillessehne. In der letzten Sekunde der ersten Verlängerung traf Bern nur den Pfosten. Und die zweite Verlängerung brachte keine Entscheidung.

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