Nach dem Zuzug von Ex-FCSG-Spieler Marco Aratore hofft der FC Aarau auf bessere Zeiten

Zwei Jahre nach seinem Wechsel vom FC St.Gallen nach Russland unterschreibt Marco Aratore beim FC Aarau einen Vertrag bis Ende Saison 2022/23. Die Aarauer sind mit zwei Niederlagen schlecht in die Challenge-League-Saison gestartet.

Ruedi Kuhn
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Marco Aratore spielte 2019/20 leihweise für Lugano.

Marco Aratore spielte 2019/20 leihweise für Lugano.

Georgios Kefalas/Keystone

Seine erfolgreichste Zeit in der Super League erlebte Marco Aratore zwischen 2014 und 2018 beim FC St.Gallen. Der gebürtige Basler war ein Dauerläufer und Publikumsliebling. In 146 Spielen gelangen ihm 22 Tore und 22 Assists.

Danach wechselte er zu Ural Jekaterinburg, kehrte aber für die Saison 2019/20 in die Schweiz zurück, als er leihweise für Lugano spielte. Nun hat er seinen Vertrag in Russland aufgelöst und in Aarau unterschrieben.

Noch fehlt die Freigabe

Der Flügelstürmer erhält einen Kontrakt bis Ende Saison 2022/23. Ob Aratore im Heimspiel gegen den FC Chiasso am Samstag bereits zum Einsatz kommen wird, ist offen. Noch ist die Spielbewilligung nicht im Brügglifeld einge­troffen. Sportchef Sandro Burki kämpft momentan um die Freigabe. Er sagt:

Sandro Burki, Sportchef FC Aarau.

Sandro Burki, Sportchef FC Aarau.

Claudio Thoma/Freshfocus
«Wir sind in Kontakt mit Aratores früherem Klub Ural Jekaterinburg und hoffen auf eine möglichst schnelle Freigabe.»

Aratore ist für Burki kein Unbekannter. Sie spielten von Juli 2010 bis Ende Mai 2012 gemeinsam in der ersten Mannschaft des FC Aarau. Burki kennt also die Qualitäten des neuen Spielers. «Ich bin mit Marco seit geraumer Zeit in Kontakt», sagt der FCA-Sportchef. Und weiter:

«Ich bin froh, dass der Transfer geklappt hat. Marco ist ein charakterstarker und willensstarker Spieler mit viel Leidenschaft und Herzblut.»

Burki ist nicht der einzige Aarauer, der den Kontakt mit Aratore nicht abgebrochen hat. Mittelfeldspieler Olivier Jäckle und Aratore pflegen seit Jahren ein freundschaftliches Ver­hältnis. Aratore trainierte bereits am Montagnachmittag im Brügglifeld und ist nach Aussage von Burki topfit.

Allerdings bestritt er zuletzt kaum Meisterschaftsspiele, verfügt also über wenig Spielpraxis.

Auf den Seiten überdurchschnittlich besetzt

Nach dem schlechten Saisonstart mit den Niederlagen gegen Wil (1:3) und Winterthur (2:5) nährt der Zuzug von Aratore in Aarau die Hoffnungen auf bessere Zeiten. Aratore ist zwar keine typische Nummer 9, also kein Stoss­stürmer, aber seine offensiven Qualitäten sind unbestritten. Der Flügelspieler ist trickreich, schnell und torgefährlich.

Mit Kevin Spadanuda, Liridon Balaj, Petar Misic und Aratore ist der FC Aarau auf den Seiten für Challenge-League-Verhältnisse überdurchschnittlich besetzt. Aratore kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden.

Die beste Zeit seiner Karriere hatte Marco Aratore in St.Gallen.

Die beste Zeit seiner Karriere hatte Marco Aratore in St.Gallen.

Urs Bucher

Aratore begann seine Laufbahn in der Jugendabteilung des FC Basel. Auf die Saison 2009/10 schaffte er es in die erste Mannschaft des FCB. Nach Aaraus Abstieg in die Challenge League 2010 wechselte er leihweise von den Baslern ins Brügglifeld. In den zwei Saisons 2010/11 und 2011/12 kam Aratore bei den Aarauern auf insgesamt 49 Einsätze und erzielte vier Tore.