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Nach einer Behandlung in Belgrad ist der FCL-Innenverteidiger aus dem Seetal wieder fit

Stefan Knezevic ist beim FC Luzern wieder dabei. In Basel hat er mit einer soliden Leistung überzeugt – auch wenn er selber von der Nominierung in die Startelf überrascht gewesen sei. Sie ist das Ende einer mühsamen Leidensgeschichte für den Seetaler.
Raphael Gutzwiller
Basels Albian Ajeti wird gemeinsam von Luzerns Torhüter Mirko Salvi (links) und Stefan Knezevic am Torabschluss gehindert. Pascal Schürpf (rechts) nimmts mit Erleichterung zur Kenntnis. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Basel, 26. September 2018))

Basels Albian Ajeti wird gemeinsam von Luzerns Torhüter Mirko Salvi (links) und Stefan Knezevic am Torabschluss gehindert. Pascal Schürpf (rechts) nimmts mit Erleichterung zur Kenntnis. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Basel, 26. September 2018))

Tag eins nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage in Basel: Die FCL-Spieler, die gar nicht oder nur wenig zum Einsatz gekommen sind, absolvieren auf dem Trainingsplatz neben der Swisspor-Arena eine Einheit. Daneben, auf dem Platz mit der Leichtathletikbahn, steht ein Auslaufen für diejenigen an, die gespielt ­haben, danach folgt zur Regeneration ein Kältebad.

Zur zweiten Gruppe zählte gestern überraschend auch Stefan Knezevic. Überraschend, weil im Vorfeld des Spiels niemand damit rechnete, dass der Innenverteidiger aus dem Seetal gegen den FC Basel bereits wieder von Beginn weg spielen könnte. «Ich bin selber auch davon ausgegangen, dass ich wohl nicht von Beginn weg spiele», sagte Knezevic gestern. «Aber ich habe mich sehr gefreut.» Trotz mangelnder Spielpraxis zeigte er eine solide Leistung. Das sah er selber auch so: «Defensiv stimmte es gut, im Aufbauspiel fehlte mir manchmal noch etwas das Selbstvertrauen.»

Wasser im Knochen erweist sich als mühsame Verletzung

Der Startelf-Einsatz in Basel war das Ende einer mühsamen Leidensgeschichte für Knezevic. In der ersten Woche der Saisonvorbereitung hatte sich der 21-Jäh­rige, der letzte Saison zu den ­Leistungsträgern gezählt hatte, verletzt. Diagnose: Knochenmarködem-Syndrom. So nennt sich die Verletzung, wenn sich Wasser im Knochen sammelt. Bei Knezevic war dies im Oberschenkelknochen oberhalb des linken Knies der Fall. Keine schöne Diagnose: «Wenn man eine Muskelverletzung hat, spürt man genau, wie lange es etwa dauert, bis man wieder spielen kann. Bei dieser Verletzung hatte ich jedoch keine Ahnung», erzählt Knezevic. «Es war eine sehr schwierige Zeit, in der ich die Unterstützung meiner Familie brauchte.»

Dabei war es dem U21-Nationalspieler vor der Verletzung glänzend gelaufen. Unter Gerardo Seoane hatte er bei der Aufholjagd vom 9. auf den 3. Rang in der Rückrunde starke Leistungen gezeigt. Kein Wunder, wurde er in der Folge mit einem Transfer in Verbindung gebracht. Aston Villa aus der englischen Championship und Ligakonkurrent St. Gallen hatten die Fühler ausgestreckt.

Spezialist behandelte auch Weltfussballer Luka Modric

Anstatt sich mit solchen Gedanken auseinanderzusetzen, beschäftigte sich Knezevic im Sommer jedoch mit der schwierigen Verletzung. Er habe starke Schmerzen gehabt, erzählt er. Lange fand man keine Lösung. Doch die Rettung kam schliesslich über Kontakte: Stefan Knezevic konnte zu einem Physiotherapeuten, der auf solche Verletzungen spezialisiert ist, nach Belgrad gehen. Bei jenem Spezialisten seien davor schon der neue Weltfussballer Luka Modric sowie Nemanja Matic von Manchester United in Behandlung gewesen. «Bereits in diesen fünf, sechs Tagen machte ich riesige Fortschritte», erzählt Knezevic. «Von 8 bis 14 Uhr haben wir intensiv trainiert, ohne Pause. Es war sehr anstrengend und fordernd, aber es hat sehr viel gebracht.»

Als Stefan Knezevic wieder in Luzern war, ging es ihm deutlich besser. Er konnte sofort ins Mannschaftstraining einsteigen, spielte zuletzt zweimal mit der U21, nun folgte der erste Einsatz mit dem Fanionteam. «Natürlich spüre ich die Schmerzen noch ab und zu, aber es ist nicht vergleichbar mit vorher», so Knezevic. «Ich fühle mich, als wäre ich nie verletzt gewesen.»

Für Knezevic war die Verletzung der erste grosse Rückschlag in seiner bisherigen, so ideal verlaufenen Karriere. Am 9. April 2017 hatte er im Spiel gegen Vaduz unter Trainer Markus Babbel sein Super-League-Debüt gegeben. Seit da war er aus dem Fanionteam nicht mehr wegzudenken. Unter Gerardo Seoane entwickelte sich Knezevic zu einem Führungsspieler. Nicht wenige im Umfeld des FCL sehen ihn als künftigen Abwehrchef, vielleicht sogar als Captain. «Mein Anspruch ist es, eine solche Leaderposition einzunehmen», sagt Knezevic. Doch im Moment konzentriere er sich ganz darauf, sich wieder ins Team zu spielen.

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