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Nach 13 Jahren beim FC St.Gallen beginnt für Daniel Lopar das Abenteuer Australien

St.Gallens früherer Torhüter Daniel Lopar startet am Samstag mit den Western Sydney Wanderers in die Saison.
Pascal Berger
Daniel Lopar (links) und der neue Teamkollege Dylan Mcgowany in einem Cupspiel. (Bild: Imago-Images)

Daniel Lopar (links) und der neue Teamkollege Dylan Mcgowany in einem Cupspiel. (Bild: Imago-Images)

Die Begeisterung ist unüberhörbar, die Stimme am anderen Ende der Leitung meldet: «Wir haben eine ausgezeichnete In­frastruktur mit einem neuen Stadion, einem topmodernen Trainingsgelände. Dazu heben neue Spieler die Qualität an, und das Zuschauerpotenzial ist enorm. Jetzt liegt es an uns, die Leute mit entsprechenden Leistungen ins Stadion zu holen.»

Die Stimme gehört Markus Babbel, der seit einem Jahr im fernen Australien die Western Sydney Wanderers trainiert. In der ersten Saison wurden die Playoffs noch deutlich verpasst, nun startet der 47-jährige Deutsche am Samstag gegen die Central Coast Mariners mit dem Ehrgeiz in die neue Spielzeit, «dass wir mit den Besten der Liga mithalten können».

Babbel spricht von einem «Drei-Jahres-­Projekt» in Sydney. Nach den ersten zwölf Monaten, in denen er sich an die Eigenheiten der neuen Welt gewöhnte, drängte er darauf, der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Und setzt nun, neben dem 36-jährigen deutschen Stürmer Alex Meier, auch auf die Erfahrung von zwei Schweizern: Daniel Lopar und Pirmin Schwegler, Goalie der eine, Mittelfeldspieler mit langer Bundesliga-Erfahrung der andere. «Sie können uns enorm helfen.»

13 Jahre für den FC St.Gallen

Lopar ist der 34-jährige Ostschweizer, der 2004 als Jungspund mit dem FC Wil Cupsieger geworden ist, für den es aber ab 2006 nur noch einen Verein gegeben hat: den FC St.Gallen. 13 Jahre hielt die Liaison, bis es zur Trennung kam. Es ist ein Thema, das Lopar nicht mehr aufwärmen will, er sagt nur:

«Der Verein bedeutet mir sehr viel, aber es gab unterschied­liche Ansichten, und deshalb ­endete der gemeinsame Weg. Die Anfrage aus Sydney kam zum richtigen Zeitpunkt.»

Eingetaucht ist er nun in ein Abenteuer, das sich für ihn gut anfühlt. Er lebt mit seiner Familie in Balmain, einem trendigen Stadtteil, ruhig und doch zentral gelegen. Wunderschön sei es und die Lebensqualität sehr hoch, sagt Lopar, der an freien Tagen mit seiner Frau und Tochter die Schönheiten Sydneys und der Umgebung kennen lernt: «Es passt einfach.»

Bei den Wanderers ist Lopar die Nummer eins, sein Trainer sagt: «Er hat sich bei uns in kurzer Zeit ein gutes Standing erarbeitet und bringt für mich die Qualität mit, die ich mir gewünscht habe.» Lopar, der vorerst für ein Jahr unterschrieben hat, freut sich nach ausserordentlich langer Vorbereitung dar­auf, dass das Abenteuer nun richtig losgeht. Und er stellt sich auf eine Liga ein, in der vor allem physisch geprägter Fussball gepflegt wird.

Lopar und Schwegler teilten einst das Zimmer

In Sydney schliesst sich für Lopar gewissermassen auch ein Kreis. Als er 2005 mit der Schweiz an der U20-WM in Holland weilte, teilte er mit Pirmin Schwegler das Zimmer. Nun sind sie, nach 14 Jahren, in Sydney erstmals auch in einem Club Teamkollegen.

Schwegler ist der Mittelfeldspieler aus dem luzernischen Ettiswil, der ab 2006 Karriere in Deutschland machte, bei Leverkusen und Frankfurt, Hoffenheim und Hannover – und der Lust hatte auf etwas ganz anderes als bisher. Nun lebt auch er in der Stadt mit fast fünf Millionen Einwohnern, geniesst das Neue und soll in seinem Verein einer der Leader sein.

Der 32-Jährige ist der dritte Captain und für Babbel eine der tragenden Säulen des Teams. Schwegler sagt:

«Ich werde nie einer sein, der eine ruhige Kugel schiebt. Die Voraussetzungen, die wir hier haben, gehören zu den besten in der ganzen Liga. Unser Ziel muss es sein, das Playoff zu erreichen und dort eine gute Rolle zu spielen.»

Vieles wird für Lopar und Schwegler neu sein, auch, dass sie oft im Flugzeug sitzen, wenn es zu Auswärtsspielen geht. Von Sydney nach Perth zum Beispiel beträgt die Reisezeit fünf Stunden, zwischen Ost- und Westküste besteht ein Zeitunterschied.

Zu Gast auch in Neuseeland

Zu Gast werden die Fussballer auch in Neuseeland sein: Wellington Phoenix gehört zur australischen Elfer-Liga. Für Coach Markus Babbel war der Aufwand nie ein Problem. «Ich fahre jeden Tag mit guter Laune und einem Lachen zum Training», sagt er, «der Wechsel nach Sydney war ein Glücksfall für mich und die Familie. Es macht einfach Spass.» Um ­anzufügen: «Ich glaube, dass es Daniel Lopar und Pirmin Schwegler genauso gefallen wird.»

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