Mutige Leistung schlecht belohnt

Fortitudo Gossau verliert trotz mehrheitlicher Führung zu Hause gegen Pfadi Winterthur mit 24:28 (14:12). Die St. Galler warten weiter auf den ersten Sieg.

Fritz Bischoff
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HANDBALL. «Wir hatten in diesem Spiel nichts zu verlieren und konnten so ohne grossen Druck aufspielen», fasste der Gossauer Claudio Badertscher die mehrheitlich mutige und erfrischende Leistung von Fortitudo gegen Pfadi Winterthur zusammen.

Dass am Ende aber dennoch die Enttäuschung ob der 24:28-Niederlage dominierte, lag im Nachlassen in den Schlussminuten begründet. «Da kam plötzlich eine Angst auf, dass wir überraschend gewinnen könnten. Es fehlte uns die letzte Konsequenz zum Erzwingen des Erfolges», sagte Badertscher und erwähnte sich gleich selber mit seinen zwei verworfenen Penalties. Doch die Leistung seines Teams nur auf die Schlussphase zu reduzieren, würde den Kräfteverhältnissen nicht gerecht, waren doch die Winterthurer mit dem Viertoresieg, der ihnen auch noch die Tabellenführung eintrug, am Ende zu gut bedient.

Agil, stabil und effizient

In den ersten Spielminuten der Partie zeigten die Zürcher mit ihrer Zweitoreführung die erwarteten Kräfteverhältnisse auf. Doch nach einer Viertelstunde spielten die Gossauer immer kecker auf und gingen nach 17 Minuten beim 8:7 erstmals in Führung. Die Leistungssteigerung der Gastgeber nur den schwachen Abschlüssen der Gäste mit knapp 40 Prozent zuzuschreiben, gäbe den Aufwand der Gossauer nur bedingt richtig wieder. Die Equipe von Trainer Rolf Erdin gefiel mit dem ausgezeichneten Torhüter Holger Hug, einer agilen und stabilen Defensive sowie einem Offensivspiel, das eine Schussauswertung von 60 Prozent aufwies.

Vom Hoch zum Tief

Mit drei Zweiminutenstrafen innerhalb von zwei Minuten gestaltete sich der Auftakt für Gossau in die zweite Halbzeit ausgesprochen schlecht. Der 15:12-Vorsprung zerfiel zum 15:15-Ausgleich. Danach liess sich der Gegner nicht mehr stark in die Defensive drängen und wendete eine erneute Rücklage in den letzten fünf Minuten zum sicheren Sieg. Dies, weil die durch Verletzungen stark geschwächten Winterthurer nun unvermittelt weniger Fehler begingen und eine bessere Wurfausbeute aufwiesen.