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Multitalent auf dem Rasen und auf der Schulbank

FUSSBALL. «Ich sehe mich nicht als aussergewöhnliches Talent», gibt sich die fussballbegeisterte Livia Schneider aus Scherzingen bescheiden. «Ich habe nur durch viel Arbeit meine Fähigkeiten kontinuierlich verbessert.» So sieht sie Erfolg auch nicht als Tür, sondern als Treppe.
Livia Schneider Fussball-Ausnahmetalent aus Scherzingen (Bild: pd)

Livia Schneider Fussball-Ausnahmetalent aus Scherzingen (Bild: pd)

FUSSBALL. «Ich sehe mich nicht als aussergewöhnliches Talent», gibt sich die fussballbegeisterte Livia Schneider aus Scherzingen bescheiden. «Ich habe nur durch viel Arbeit meine Fähigkeiten kontinuierlich verbessert.» So sieht sie Erfolg auch nicht als Tür, sondern als Treppe. Diese dribbelt sie Schritt für Schritt hinauf. Auf dem Rasen und auf der Schulbank.

«Mädchen trainieren noch bewusster und konzentrierter als Buben», sagt der Technische Leiter des Thurgauer Fussballverbandes, David Fall. «Und Livia ist eine besonders ambitionierte Spielerin. Sie bringt alles mit, was es braucht, um ganz vorne mit dabei zu sein.» Ihr Ziel? «In der ersten Frauenmannschaft eines erfolgreichen Schweizer Vereins spielen», sagt Livia, und David Fall ergänzt: «Im Schweizer Frauenfussball gibt es heute viele Ziele, für die es sich zu arbeiten lohnt. Zum Beispiel mit den FCZ-Frauen in der Champions League zu spielen.» Livia Schneiders grosses Vorbild ist die international erfolgreiche Schweizerin Lara Dickenmann.

Schritt für Schritt zum Ziel

Wie Lara Dickenmann entdeckte Livia ihre Leidenschaft früh. Erste Cluberfahrung sammelte sie bei den Piccolos des FC Münsterlingen. 2012 fiel sie den Scouts des Ostschweizer Fussballverbandes (OFV) auf und wechselte im Folgejahr zu den OFV-U13-Mädchen. Der nächste grosse Schritt folgte im Sommer 2015: Livia wurde ins Kader der U13-Knaben des Teams Thurgau aufgenommen und wechselte gleichzeitig von der NET-Sportschule in Kreuzlingen an die Thurgauer Sport-Tagesschule (TST) in Bürglen. Noch im selben Sommer wechselte die junge Kickerin von ihrem Stammverein FC Münsterlingen zu den FC-St. Gallen-Frauen und zur Mädchen-Auswahl des OFV, mit der sie ebenfalls Turniere spielt.

Gegenseitiges Profitieren

An der Thurgauer Sport-Tagesschule trainieren die Kickerinnen mit den Jungs. «Das ist ein gegenseitiges Profitieren», erklärt David Fall. «Die Mädchen profitieren vom hohen Tempo, mit dem die Jungs spielen, und die Jungs profitieren von Qualitäten, die die Mädchen mitbringen.» Was für Qualitäten sind das? «In den gemischten Teams ist der gegenseitige Respekt besonders gross», erklärt David Fall. «Und gerade Mädchen sind oft bemerkenswerte Meisterinnen der Selbstmotivation.»

Livia steht kurz vor den Kantiprüfungen. «Auch hier habe ich klare Ziele», sagt sie. Sie setzt nicht alles auf Fussball. «Beim Fussball schaue ich, wie weit ich komme. Für die weitere Zukunft sehe ich mich mehr in Richtung Medizin.» Dazu David Fall: «Livia kann es auf beiden Wegen zu etwas bringen. Sie hat viele Talente.» Das Konzept der Thurgauer Sport-Tagesschule fördert beides. (of)

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