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Mulmiges Gefühl

Am 18. Dezember informierten die Bundesräte Alain Berset, Didier Burkhalter und Eveline Widmer-Schlumpf über das Mandat, mit der EU über institutionelle Fragen zu verhandeln.
Alex Meszmer

Am 18. Dezember informierten die Bundesräte Alain Berset, Didier Burkhalter und Eveline Widmer-Schlumpf über das Mandat, mit der EU über institutionelle Fragen zu verhandeln. Darin enthalten ist der Entwurf eines Verhandlungsmandats für die Teilnahme der Schweiz am Kulturförderungsprogramm Creative Europe. Das ist ein sehr wichtiger Schritt für die Schweizer Kulturschaffenden, Kulturinstitutionen und Kulturförderer, die dadurch den Zugang zu Förderprogrammen erhalten, sich endlich aktiv am Kulturaustausch beteiligen können und auch Zugang zu den EU-Kulturfördertöpfen bekommen.

Wir haben zwar eine gut funktionierende und professionelle Kulturförderung in der Schweiz, und Kulturschaffende erhalten Anerkennung und Unterstützung durch Beiträge und Preise, dies sind aber nur eingeschränkte Möglichkeiten im Vergleich zur Unterstützung des grenzüberschreitenden Austauschs, internationaler und innereuropäischer Zusammenarbeit und der Erleichterung der Mobilität von Kulturschaffenden, die das EU Kulturprogramm in den letzten Jahren aktiv gefördert hat. Diese Chance erhält der Schweizer Kulturbereich erst jetzt, wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen.

Noch ist es zu früh zum Jubeln, vor allem, weil die Verhandlungen mit einer Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative hinfällig würden. Am 9. Februar werde ich auf dem Weg nach Brüssel sein, um dort mit Verbandsvertretern aus dem ganzen europäischen Kulturbereich über Kultur und die Zukunft Europas im Hinblick auf die Europawahlen zu diskutieren. Die Initiative überschattet diese Reise, und mir bleibt vor allem eines: ein mulmiges Gefühl und die Gewissheit: Eine Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative wäre ein Schlag ins Gesicht für die Kulturschaffenden der Schweiz.

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