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Werner Muff krönt
das St.Galler Volksfest

Zehn Jahre nach seinem ersten Triumph im Grossen Jagdspringen wiederholt Werner Muff seinen Sieg am CSIO St.Gallen. Der Seuzacher verweist auf Cosby William Whitaker und Olivier Robert auf die Plätze.
Peter Wyrsch
Werner Muff setzt sich mit dem schnellen und wendigen Cosby durch. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Werner Muff setzt sich mit dem schnellen und wendigen Cosby durch. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Es war angerichtet im Gründenmoos: Die Fahnen der teilnehmenden Nationen wehten leicht im Wind, die Sonne strahlte und verdrängte die Wolken. Rund 10'000 Zuschauer, die auf den Stehplätzen Gratiseintritt genossen, bildeten am Bajonetthügel und rund um den Springpaddock eine imposante Kulisse. Das Volksfest, das die Schweizer über Mittag mit einem Zweifachsieg von Steve Guerdat mit Corbinian und Pius Schwizer mit Living the Dream eingeleitet hatten, krönte Werner Muff mit seinem erfolgreichen Husarenritt im Jagdparcours auf seinem Oldenburger Cosby.

Zehn Jahre nach seinem ersten Sieg im Grossen Jagdspringen wiederholte Muff seinen Triumph am CSIO St.Gallen. Mit dem schnellen, wendigen und fehlerlosen Cosby verwies der 44-jährige Seuzacher Equipenreiter den Engländer William Whitaker auf Fandango und den Franzosen Olivier Robert mit Vivaldi auf die weiteren Podestplätze.

Bild: Urs Bucher
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CSIO St.Gallen

Cosbys Riesengaloppade

2008 triumphierte Muff im Sattel der Stute Tamina, 2010 klassierte er sich mit Unik auf dem zweiten Rang. Jetzt war es wieder Zeit für einen Spitzenplatz. Muff griff beherzt an und torpedierte die Bestzeit. Der zehnjährige Cosby, den Muff seit zweieinhalb Jahren in seinem Beritt führt, war im Ziel des 700 m langen Zeitspringens kreuz und quer durch den Rasenplatz im Gründenmoos um 58 Hundertstelsekunden schneller als seine hartnäckigsten Rivalen. «Ich habe vor meinem Start einige Konkurrenten beobachtet. Da schmiedete ich meine Taktik. Ich führte die Entscheidung mit zwei engen Wendungen zu Beginn des Parcours herbei und ging vor allem beim Alternativsprung ein hohes Risiko ein, was sich auszahlte», so der gebürtige Luzerner. Massgebend für seinen Erfolg, der seiner Frau Doris und seinem Sohn Louis auf der Tribüne Jubelschreie entlockte, war aber auch die Riesen­galoppade, die der vorsichtige Cosby besitzt.

Häufig wechselte die Leaderposition in der mit 65 000 Franken dotierten Jagdprüfung, die aber eher ein Zeitspringen war. Ein Schweizer Sieg lag aber in der Luft. Im Zwischenklassement lösten sich die Einheimischen Niklaus Rutschi, Philipp Züger und Edwin Smits an der Spitze ab. Da erwachte die ausländische Konkurrenz unter den lediglich 38 Startern. Der Franzose Olivier Robert schob sich mit seinem makellosen Temporitt in Front, wurde aber postwendend von der Führungsposition verdrängt. William Whitaker, der Neffe der bekannten John und Michael Whitaker, flitzte an die Spitze, ehe Werner Muff ganz nach vorne stürmte. Sein Cosby, der vor einer Woche schon eine Prüfung im deutschen Nörten-Hardenberg für sich entschieden hatte, war in den vergangenen Monaten häufig vorne platziert. «Er hat auch Grand-Prix-Qualitäten und ist nicht nur ein Speed-Pferd», so Muff und verwies auf einen Doppelnuller beim GP in München.

Vor zehn Jahren strich Muff bei seinem Erfolg im Jagdspringen ein Sieggeld von 20 000 Franken ein, nun wurde er mit 16 250 Franken entschädigt. Bereits am Donnerstag hatte der routinierte Reiter und anerkannte Ausbildner mit Cosby gewonnen. Er triumphierte in der GP-Qualifikation. Als zweitbester Schweizer im Jagdkurs von Parcoursbauer Gérard Lachat platzierte sich der eingebürgerte Holländer Edwin Smits als Vierter auf Dandiego. Der Schwyzer Philipp Züger wurde mit Castus für seinen mutigen Angriff mit Rang sechs belohnt. Schneller als Muff waren allerdings die Britin Holly Smith, Niklaus Rutschi und Pius Schwizer. Doch sowohl die Britin patzte einmal als auch der Luzerner Rutschi, der mit Caressina an der Planke des Alternativsprungs scheiterte. Schwizer verzeichnete sogar zwei Abwürfe und fiel aus dem Preisgeld.

St. Gallen. Grosses Jagdspringen (Wertung C, 150 cm, Preisgeld: 65 000 Franken): 1. Werner Muff (SUI), Cosby, 85,03 (0 Strafsekunden). 2. William Whitaker (GBR), Fandango, 85,61 (0). 3. Olivier Robert (FRA), Vivaldi, 86,45 (0). 4. Edwin Smits (SUI), Dandiego, 87,39 (0). 5. Hans-Dieter Dreher (GER), Tiopepe des Champs, 87,82 (0). 6. Philipp Züger (SUI), Castus, 88,16 (0). 7. Holly Smith (GBR), Quality old Joker, 88,54 (4). 8. Katherine Dinan (USA), Dougie Douglas, 88,62 (0). 9. Niklaus Rutschi (SUI), Carassina, 88,67 (4). 10. Martin Fuchs (SUI), Dubai du Bois Pinchet, 89,37 (4).

S/A mit Stechen (Weltranglisten-Springen, 150 cm, 30 000 Franken): 1. Steve Guerdat (SUI), Corbinian, 0/38,69. 2. Pius Schwizer (SUI), Living the Dream, 0/39,57. 3. Hans-Dieter Dreher (GER), Nadal, 0/40,09. 4. Janne-Frederike Meyer-Zimmermann (GER), Soccero,0/40,41. 5. Louise Saywell (GBR), Lady Lou, 0/41,79. 6. Yuri Mansur (BRA), Opium, 0/42,21. Ferner ebenfalls im Preisgeld: 10. Werner Muff (SUI), Cornet, 4/40,35. 12. Beat Mändli (SUI), Simba, 4/43,69, alle im Stechen.

Goodwill Trophy Final (nationale Prüfung, mit Siegerrunde, A, 15'000 Franken): 1. Pascal Bucher (Retschwil), Cayman Athletic CH, 0/39,55. 2. Melanie Mändli (Winkel ZH), Best Boy, 0/45,85. 3. Karin Hanselmann (Oberriet), Clara, 0/45,94.

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