Mountainbiker müssen sich den Schwingern beugen

SRF verzichtet in diesem Jahr auf eine Übertragung der Mountainbike-WM-Rennen. Unter anderem, da gleichzeitig das Eidgenössische Schwingfest stattfindet.

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MOUNTAINBIKE. Es waren packende Bilder, die das Schweizer Fernsehen (SRF) vergangenes Jahr vom olympischen Mountainbike-Rennen aus London übertrug. Zu sehen war ein zweistündiges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Nino Schurter und dem siegreichen Tschechen Jaroslav Kulhavy. Auch an der WM 2012 in Saalfelden lieferte SRF spannende Livebilder. Obwohl die Schweizer auch diesmal Medaillenanwärter sind, verzichtet SRF am Samstag darauf, Bilder von den WM-Rennen aus Südafrika zu übertragen.

Als Hauptgrund dafür nennt SRF-Sport-Projektleiterin Caroline Kalberer das Eidgenössische Schwingfest, das am Samstag fast ganztägig übertragen wird. «Es ist neben der alpinen Ski-WM die aufwendigste TV-Produktion des Jahres.» Zudem würden Weltklasse Zürich, Fussball-Qualifikationsspiele sowie Spiele der Super League personelle Ressourcen binden. Dazu komme, dass man sich bei der Übertragung der WM 2012 in Saalfelden mehr Zuschauer erwartet hatte. 37 000 waren es beim Herrenrennen. Kein Vergleich zum Eidgenössischen, das gut eine halbe Million Zuschauer vor den Fernseher locken dürfte.

Wer das Mountainbike-Rennen dennoch sehen will, kann auf das Internet ausweichen. Dort zeigt SRF Live-Bilder – dies aber unkommentiert. (rst)