Van der Garde

«Kaltenborn ins Gefängnis? – Damit hätte ich nicht leben können»

Gestern Dienstag wurde publik, dass Giedo van der Garde mit einer Abfindung von 15 Millionen Euro bei Sauber aussteigt. Nun nimmt der Holländer Stellung zum Sauber-Knatsch.

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Giedo van der Garde hat sich angeblich von Sauber ausbezahlen lassen.keystone

Giedo van der Garde hat sich angeblich von Sauber ausbezahlen lassen.keystone

KEYSTONE

«Die Gerichtsverhandlungen mit Sauber waren nie eine Last-Minute-Angelegenheit», schreibt Giedo van der Garde in seinem Statement, das er via Facebook am Montagmorgen veröffentlicht (siehe Facebook-Eintrag unten). «Der Prozess startete bereits 2014, doch publik wurde er erst in den letzten Wochen.»

Weiter behauptet der Holländer: «Ich hatte einen gültigen Fahrervertrag für die ganze Saison 2015 und habe gegen Ende alles gegeben, dass ich zum Startplatz komme, der mir rechtlich auch zustand.»

Singapore Airlines wird neuer Partner von Sauber

Abseits vom ganzen Gerichtsstreit gibt Sauber heute die Zusammenarbeit mit Singapore Airline bekannt. Die Partnerschaft beinhaltet Flugreisen zu den Übersee-Rennen vorwiegend im asiatischen und australischen Raum.

Van der Garde erklärt in seinem Statement auch, weshalb er die ganze Sache nicht durchgezogen und letzten Endes doch auf seinen Cockpit-Platz verzichtet hat. «Ich hätte nicht nur die Karriere von Marcus Ericsson und Felipe Nasr ruiniert, sondern auch den Gp von Melbourne zerstört. Zumal die beiden Autos von Sauber vom Gericht hätten beschlagnahmt werden müssen.»

Doch Van der Garde hat nicht nur Rücksicht auf die Fahrer genommen, auch mit Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn hatte er letzten Endes Nachsicht: «Vielleicht hätte die Sauber-Chefin wegen mir ins Gefängnis müssen. Mit dieser Vorstellung hätte ich nicht leben können. Auch wenn das Sauber-Management letzten Endes für die bizarre Situation verantwortlich war, in der ich mich befand.»