MOTORRAD: Ein Thurgauer geht hoch hinaus

Der Romanshorner Motocross-Fahrer Andy Baumgartner steht bei Saisonhälfte an der Spitze der Schweizer Meisterschaft in der Klasse MX Open. Hinter ihm folgt mit Yves Furlato ein weiterer Thurgauer.

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Andy Baumgartner ist derzeit der Beste seiner Klasse. (Bild: PD)

Andy Baumgartner ist derzeit der Beste seiner Klasse. (Bild: PD)

Andy Baumgartner nimmt die zweite Saisonhälfte als Führender in der Schweizer Motocross-Meisterschaft in Angriff. Der Romanshorner hat sich die Pole-Position in den ersten fünf von insgesamt zehn Rennen verdient. Baumgartner legte den Grundstein zum aktuellen Erfolg mit einem guten Wintertraining in Frankreich. Schon im Vorbereitungsrennen in Frankenbach, Deutschland, forderte der Thurgauer den WM-Piloten und mehrfachen Meister aus Deutschland, Dennis Ullrich, heraus und stieg schliesslich als Zweiter aufs Podest. Der Saisonstart in der Schweiz gestaltete sich dann schwieriger. Mit dem dritten Rang in Wohlen gelang ein solider, wenn auch nicht berauschender Einstieg.

Glück und Pech wechselten sich ab

Danach hatte Baumgartner zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Nach einem Trainingssturz, bei dem er sich zahlreiche Prellungen zuzog, musste er am darauffolgenden Wochenende auf die Zähne beissen und froh sein, überhaupt am Start stehen zu können. In Payerne gab es dadurch Rang fünf. Am Ostermontagrennen in Frauenfeld folgte dann der langersehnte Tagessieg. Mit zwei Laufsiegen distanzierte Baumgartner die gesamte Konkurrenz und übernahm die Führung in der nationalen Meisterschaft. Diese konnte er auf zwischenzeitlich neun Punkte ausbauen. Danach folgte jedoch ein unverschuldeter Sturz im Training – und das direkt vor dem WM-Lauf von Deutschland. Angeschlagen kämpfte sich Baumgartner trotzdem durch und klassierte sich im ersten Lauf auf Rang 24. Zuletzt in Cossonay war das Glück wieder nicht auf der Seite des Romanshorners. Bei einem Sturz lag er lange unter seinem Motorrad und verbrannte sich dadurch am Oberschenkel. Baumgartner kämpfte trotzdem bis zum Schluss weiter und kam im zweiten Lauf noch auf Rang drei. Der Abstand in der Meisterschaft schmolz dadurch aber auf einen Punkt.

Am kommenden Sonntag geht es mit dem Rennen in Bullet im Waadtländer Jura in die zweite Saisonhälfte. Baumgartner hofft, von nun an sein wirkliches Potenzial ausschöpfen zu können und von Verletzungen verschont zu bleiben. Denn mit Bullet, Broc im Kanton Freiburg und Braunau am 30. Juli folgen nun drei Rennwochenende aufeinander. Mit dem zweitplatzierten Yves Furlato aus Amlikon-Bissegg, der im Gesamtklassement nur einen Punkt hinter Baumgartner liegt, und dem Franzosen Jason Clermont hat der Leader zwei starke Konkurrenten im Nacken.

Der Saisonfinal vor Heimpublikum

Am 12./13. August wird Baumgartner auch am MXGP in Frauenfeld am Start stehen. Er nimmt sich vor, dem Publikum eine ausgezeichnete Leistung zu zeigen. Das Rennen in Grosswangen läutet anschliessend den Endspurt in der Schweizer Meisterschaft ein. Etwas ganz Spezielles wird es für den Thurgauer sein, das Saisonfinale zum ersten Mal in Amriswil zu bestreiten. Am 23/24. September hofft er, dort seine Saison mit dem dritten Titel in Folge krönen zu können. (pd)