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MOTOCROSS: Der Titel muss warten

Jeremy Seewer hat es beim WM-Final in Frankreich verpasst, Paul Jonass zu überholen und den WM-Titel noch an sich zu reissen. Eine neue Chance ergibt sich für den Schweizer in der kommenden Saison – dann in der Königsklasse.
Rolf Lüthi
Kategorienwechsel: Jeremy Seewer ist ab sofort auf einer Maschine mit 450 ccm unterwegs. (Bild: Benjamin Manser/KEY)

Kategorienwechsel: Jeremy Seewer ist ab sofort auf einer Maschine mit 450 ccm unterwegs. (Bild: Benjamin Manser/KEY)

Rolf Lüthi

In Villars-sous-Écot, nahe der Schweizer Grenze, sah es kurz- zeitig so aus, als würde es das Schicksal gut meinen mit dem Bülacher Jeremy Seewer. Beim Start zum ersten Lauf der MX2-Klasse stürzte WM-Leader Pauls Jonass. Doch der KTM-Werksfahrer erwies sich des WM-Titel würdig, kämpfte sich auf der schlammigen Piste durchs Fahrerfeld auf Platz fünf vor. Seewer belegte nach einem turbulenten Rennen den zweiten Platz. Damit war auch die theoretische Titelchance dahin, vor dem letzten Lauf der Saison stand Jonass als erster Motocross-Weltmeister aus Lettland fest. Ebenso uneinholbar war Seewer, der alte und neue Vizeweltmeister. Dass Seewer im zweiten Lauf stürzte und noch vom dritten auf den fünften Platz zurückfiel, war bedeutungslos.

«Es gab kein Rennen, bei dem ich die WM verloren habe», zieht Seewer Bilanz. «Ich büsste bei jedem Start Plätze ein und musste mich jedes Mal vorkämpfen. Das gelang mal besser und mal weniger gut, doch immer wieder verlor ich gegenüber Jonass Punkte.» Seewers Freude über den zweiten Vizetitel ist verhalten: «Ich wusste, dass der WM-Titel nur theoretisch möglich ist, praktisch hätte ein Wunder passieren müssen.»

Schweizer am Nationencross mit Idealbesetzung

In zwei Wochen findet in England die Nationen-WM statt, an der jedes Land die drei schnellsten Fahrer entsendet. Für das Schweizer Team sind neben Seewer auch Valentin Guillod und Arnaud Tonus nominiert. Guillod ist nach einer Handverletzung wieder fit, er bestritt als Training zwei Rennen zur Schweizer Meisterschaft, die er beide gewann, Tonus gab in Villars-sous-Écot in der MXGP-Klasse mit den Rängen zehn und fünf ein eindrückliches Comeback und erreichte den zwölften WM-Schlussrang. Er musste nach einer Kollision in Frauenfeld, bei der er einen Rippenbruch erlitt, drei Rennen auslassen. Mit diesen drei Fahrern ist ein Platz unter den Top Fünf von mehr als 30 Nationen möglich, 2016 belegte die Schweiz in gleicher Besetzung Platz sechs.

Seewer: Aufstieg in die Königsklasse

An der MX2-WM dürfen die Fahrer maximal 23 Jahre alt sein, weshalb Seewer nächstes Jahr in die Königsklasse des Motocross namens MXGP aufsteigen muss. Statt mit 250 ccm wird im MXGP mit 450 ccm gefahren. Seewer freut sich auf den Wechsel und wird bereits am Nationencross die stärkere, aber schwieriger zu fahrende 450er einsetzen. Diese Vorfreude auf die 450er hat auch einen technischen Hintergrund: Dieses Jahr war die MX2-Suzuki nicht die leistungsstärkste Maschine im Fahrerfeld, was am Start ein Nachteil war. Im MXGP sieht es für Suzuki wesentlich besser aus: Auf 2018 kommt eine komplett neu entwickelte 450er auf den Markt. Das Werksteam setzte Prototypen dieses Motorrads bereits dieses Jahr ein, dem 19-jährigen Litauer Arminas Jasikonis gelangen damit Podestplätze, was niemand erwartet hatte.

Nach dem Nationencross wird Seewer eine dreiwöchige Pause gegönnt, dann nimmt er das Training wieder auf. Im November liegt der Fokus auf dem körperlichen Aufbau. Ab Dezember beginnt das Training mit dem Motorrad, welches im Januar intensiviert wird. Dazu zieht ein kleines Team um Seewer nach Spanien. Ab Februar stehen Testrennen an, das erste von 38 WM-Rennen findet dann im März in Argentinien statt.

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