MOTO2: Lüthi auf dem Podest

Tom Lüthi ist wie in den vergangenen drei Jahren mit einem Podestplatz in die WM-Saison gestartet. Der Berner beendete den GP von Qatar als Zweiter. Dominique Aegerter und Jesko Raffin punkteten ebenfalls.

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Tom Lüthi bekundete kaum Probleme. (Bild: Waldemar Da Rin/Freshfocus)

Tom Lüthi bekundete kaum Probleme. (Bild: Waldemar Da Rin/Freshfocus)

Nach seinem GP-Sieg vergangene Saison und zwei dritten Plätzen in den Jahren davor schaffte es Tom Lüthi in Qatar zum vierten Mal in Folge aufs Podest. Als Dritter aus der ersten Reihe gestartet, überholte der Berner den späteren Sieger Franco Morbidelli nach einer Runde auf der Start-Ziel-Geraden und übernahm die Spitze. Morbidelli, der dem ersten Sieg seiner Karriere entgegenfuhr, liess sich aber nicht abwimmeln, überholte kurze Zeit später den Schweizer wieder und fuhr der Konkurrenz davon. Der Vorsprung des Italieners betrug teils über 3,2 Sekunden.

«Nachdem mich Morbidelli wieder überholt hat, wusste ich sofort, dass er heute besser war», sagte Lüthi nach der 48. Podestfeier seiner Karriere, «trotzdem bin ich sehr, sehr zufrieden mit Platz zwei.» Einen grossen Dank richtete Lüthi an sein Team, das ihm nach dem Sturz im freien Training vom Donnerstag ein komplett neues Motorrad zusammenschraubte. «Wenn man bedenkt, dass ich mit dieser Kalex nur zwei Einsätze am Freitag sowie am Renntag hatte, dann können wir in dieser Saison nur noch besser werden», so Lüthi.

Mit Dominique Aegerter als Elfter und Jesko Raffin als 14. fuhren auch die beiden anderen Schweizer in die Punkteränge. Fast genau ein halbes Jahr nach seinem WM-Einsatz in Aragon bestritt Aegerter wieder einen GP. Mit dem Resultat war der 26-jährige Oberaargauer, der von Platz sieben gestartet war, nicht zufrieden. «Rang elf enttäuscht mich schon etwas», gestand Aegerter nach dem Rennen. Er hatte sich eine Top-Sieben-Platzierung als Ziel gesetzt. «Doch sobald ich eine Lücke offen liess, nutzten das meine Gegner sofort aus.» Sein Suter-Motorrad habe aber grosses Potenzial und mit etwas mehr Rennpraxis, so Aegerter, könne er bestimmt bessere Resultate herausfahren.

Raffin holte sich gleich zum Auftakt zwei WM-Punkte. Der 20-jährige Zürcher schaffte es damit zum fünften Mal in seiner Karriere in die Punkteränge. (sda)