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MODUSDISKUSSION: Viele wünschen sich den Trennstrich zurück

Im September will die Swiss Football League (SFL) entscheiden, wie der neue Spielmodus von Super- und Challenge League aussehen soll. Ein Format mit zwei Saisonphasen und Punkteteilung hat gute Chancen. Österreich könnte Vorbild sein.

Im September will die Swiss Football League (SFL) Klarheit haben. Bis dahin soll entschieden sein, wie die Formate von Super- und Challenge League ab frühestens 2019 aussehen werden. Noch steckt man mitten in der Analyse. Und dennoch: Der Zwischenbericht, den die SFL kürzlich vorgelegt hat, gibt Hinweise, wie die Super League der Zukunft aussehen könnte. Die Firma Hyper­cube, die die SFL auf der Modussuche begleitet, hat viele Gruppen in die Diskussion involviert – Fussballer, Trainer, Funktionäre, Fans und Medien. Die Mehrheit, heisst es im Bericht, bevorzuge ein Zweiphasenmodell mit einer Gruppenteilung bei Saisonhälfte, tendenziell mit Punkteteilung.

Playoffs wie im Eishockey um Europacup-Plätze?

Durchgespielt werden im Bericht zehn Formatbeispiele. Die überraschendste Idee geht von einer Herbst- und einer Frühlingsrunde mit zehn Teams aus – wobei im Frühling wieder mit null Punkten gestartet wird. Im Mai würden der Herbst- und Frühlingssieger, sofern es nicht dasselbe Team ist, in einem Best-of-2-Playoff den Meistertitel unter sich ausmachen. Analog dazu würde in Playoffs gegen den Abstieg und um Europa-League-Plätze gespielt.

Im Rennen – und offenbar favorisiert – sind aber auch Variationen des in Österreich auf 2018 neu vorgesehenen Modells, in dem zwölf Teams nach der Hinrunde in zwei Sechsergruppen aufgeteilt werden: In Meister- und Abstiegsgruppe. Um die Spannung auch in der Abstiegsgruppe beizubehalten, erhält deren Sieger über Playoffs noch Zugriff zu den Europacup-Plätzen. Optional – um die Spannung weiter zu steigern – könnten am Ende der Phase mit Meister- und Abstiegsgruppe ein Best-of-3-Final um den Meistertitel gespielt werden. Die Teams zwischen Platz drei und zehn spielen ein Playoff analog zum Eishockey, um die Europacupplätze untereinander auszumachen – mit je einem Spiel gegen denselben Gegner.

Gute Chancen hat das österreichische Modell

Hypercube simuliert für alle Formate die fünf kommenden Saisons – und zeigt auf, wie sich die jeweilige Modusänderung auswirken dürfte auf Stadion- und TV-Zuschauer, Einnahmen und Qualität der Teams. In vielen Bereichen schneiden die Varianten des österreichischen Formats am besten ab. Am meisten TV-Zuschauer gäbe es beim ans Eishockey angelehnten Playoff-Format. Ob es viel Kredit erhielte, ist fraglich, zumal der Zufall mehr Gewicht bekäme. Hypercube erklärte schon zu Beginn: «Wir entscheiden nicht, wir analysieren.» Entscheiden werden am Ende die Ligamitglieder, die Super- und Challenge-League-Clubs. Apropos Challenge League: Der Modus und die Anzahl Teams wird dort höchstens marginal ändern. Ein oft gehörter Wunsch könnte aber in Erfüllung gehen: Die Wiedereinführung der Auf-/Abstiegsbarrage ist zumindest in den meisten Modusvorschlägen vorgesehen. Die Challenge League soll zudem noch zu einer Ausbildungsliga werden. Das Integrieren von U21-Teams in der zweithöchsten Liga nach österreichischem Vorbild wird geprüft – und offenbar als realistisch eingestuft. (rst)

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