FC St. Gallen: Mit Schwung aus den Nationalteams ins Heimspiel gegen Xamax

Der FC St. Gallen trifft am Sonntag um 16 Uhr im Heimspiel auf Xamax. Die Ostschweizer können auf viel Selbstvertrauen von Nationalspielern zählen.

Ralf Streule
Drucken
Teilen
Auch St. Gallens Jérémy Guillemenot überzeugte im rotweissen Dress: Beim 3:1-Sieg der U21 gegen Frankreich traf er zum 1:1.  (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Auch St. Gallens Jérémy Guillemenot überzeugte im rotweissen Dress: Beim 3:1-Sieg
der U21 gegen Frankreich traf er zum 1:1.  (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Wenn der FC St.Gallen morgen ab 16 Uhr gegen Xamax sein Heimspiel austrägt, will er mit einem Sieg den Anschluss an das Spitzenduo Basel und YB halten. Nach dem hochstehenden Spiel und der 3:4-Niederlage bei den Young Boys vor zwei Wochen sei die Nationalmannschaftspause nicht sehr gelegen gekommen, sagt Trainer Peter Zeidler:

«Wir hätten nach dem Spiel gerne gleich weiter gemacht.»

Nach dem spielfreien Wochenende wolle man aber wieder «voll attackieren». Zeidler kann vom Selbstvertrauen mehrerer Nationalspieler profitieren. Nicht nur Nationalteam-Debütant Cedric Itten hat erfolgreiche Tage hinter sich. Jérémy Guillemenot kam in der U21-EM-Qualifikation für die Schweiz viermal zum Einsatz – und ging viermal als Sieger vom Platz. Beim 3:1 gegen die U21 Frankreichs traf er zum 1:1. Miro Muheim musste in der U21 auf der Bank Platz nehmen. Dafür war Innenverteidiger Leonidas Stergiou bei zwei Siegen der U19 im Einsatz. Nur Ermedin Demirovic hatte bei seinem Auftritt mit der U21 Bosnien-Herzegovinas in Wales beim 0:1 kein Glück.

Wer ersetzt Jordi Quintillà?

Fehlen wird den Ostschweizern gegen Xamax der Spielmacher Jordi Quintillà, der nach vier gelben Karten für ein Spiel pausieren muss. Wer für den Spanier im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen wird, lässt der Trainer offen – Alain Wiss, Betim Fazlji und Moreno Costanzo sind Optionen. Zeidler hat dafür in der Offensive mit Boris Babic, Demirovic, Itten und Guillemenot die Qual der Wahl. Itten, der im Spiel der Schweiz gegen Georgien in St.Gallen mit seinem 1:0 eine schöne Geschichte schrieb, wird gegen Xamax wohl gesetzt sein.

Nicolas Lüchinger erfolgreich operiert

Gute Neuigkeiten gibt es derweil für St.Gallens Aussenverteidiger Nicolas Lüchinger. Der Rheintaler musste sich vergangene Woche zum zweiten Mal einer Operation am rechten Knie unterziehen und arbeitet nun daran, bis im Frühling wieder einsatzfähig zu werden. Zum Rückrundenstart am 25. Januar sei seine Rückkehr aber noch nicht realistisch, sagt Zeidler.

Bis gestern Morgen waren für das Spiel 10800 Tickets verkauft, der Club rechnet mit rund 13 000 Zuschauern. Zeidler warnt vor Xamax, das vor drei Wochen in Basel beim 1:1 eine gute Figur abgegeben hat. Der Trainer fordert von seinen Spielern besonders in der Defensive konzentriertere Arbeit als noch gegen die Young Boys, als man vor allem bei Standards körperlich zu wenig dagegenhielt und auch Stellungsfehler zu beklagen hatte.

Die Partie gegen Xamax ist das viertletzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr. Es folgen danach die Auswärtsspiele gegen Luzern und Thun sowie zum Abschluss das Heimspiel gegen den FC Zürich.

Gegentribüne: Der FC St.Gallen in Bern – geniessen statt verzagen

Eine tolle Leistung im Spitzenkampf nützte den St.Gallern nichts. Es hätte gegen Meister YB mindestens einen Punkt, wenn nicht sogar einen Sieg für die Espen geben müssen. Drei Punkte also statt drei letztlich wertlose Tore. Aber sind solche Ansprüche berechtigt?
Fredi Kurth