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Mit nötiger Wut im Bauch

ORIENTIERUNGSLAUF. Martin Hubmann ist an der OL-WM in Lausanne nur als Ersatz nominiert worden. Der Eschliker reagierte darauf gleich mit zwei Triumphen an den Studenten-Weltmeisterschaften in Spanien.
Ruedi Stettler
Martin Hubmann muss sich an der WM in Lausanne mit der Ersatzrolle begnügen. (Bild: Mario Gaccioli)

Martin Hubmann muss sich an der WM in Lausanne mit der Ersatzrolle begnügen. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach der schweren Verletzung von Daniel Hubmann durfte sich sein jüngerer Bruder Martin berechtigte Hoffnungen machen, an der am Donnerstag in Lausanne beginnenden WM nachrücken zu können. Dem war allerdings nicht so. Zumindest nicht so wie erhofft. Der am 14. Mai 23 Jahre alt gewordene «kleine» Hubmann wurde nur als Ersatz nominiert. Der Eschliker gibt unumwunden zu: «Natürlich war ich enttäuscht über diesen negativen Entscheid. Aber ich musste ihn akzeptieren, weil ich schon bei den Selektionsläufen gesehen habe, dass es wohl nicht reichen würde.»

Nicht mit dem WM-Team

Eigentlich war vorgesehen, dass Martin Hubmann zusammen mit dem Schweizer Team letzte Woche in der Umgebung von Lausanne die WM-Strecken etwas näher kennenlernt. Um den Heimvorteil noch besser nutzen zu können, holten sich die Medaillenkandidaten im Waadtland den allerletzten Feinschliff vor diesen Titelkämpfen.

Kurzfristig nicht dabei war Martin Hubmann: «Weil es ja im Normalfall für mich keinen Einsatz gibt, hätte mir die Wettkampfpraxis gefehlt. Deshalb nahm ich an der Studenten-WM in Spanien teil.» Er lacht spitzbübisch: «Mit einer gewissen Wut im Bauch bin ich schon in diese Rennen gestiegen. Ich wollte beweisen, was ich wirklich kann.»

Zweimal Gold in Spanien

Die Erfolge liessen nicht auf sich warten. Martin Hubmann verzichtete zwar auf einen Start in der Langdistanz, doch nachher liess er sich im Sprint und über die Mitteldistanz gleich zweimal als Sieger feiern: «Das war schon eine gewisse Genugtuung, es geschafft zu haben.» Allerdings merkt er fairerweise auch sofort an: «Einige Topathleten haben natürlich im Hinblick auf die Titelkämpfe in Lausanne nicht teilgenommen.»

Gar nicht nach Wunsch lief es dem Hinterthurgauer aber in der abschliessenden Staffel: «Ich absolvierte die Schlussstrecke, machte aber schon beim ersten Posten einen Fehler. Damit war eine weitere Medaille leider weg.» Am Samstag ist Martin Hubmann aus Alicante zurückgekehrt und gönnte sich anschliessend einen freien Tag. Am Sonntag stand bereits das nächste Training an. Und gestern Montag waren es gleich deren zwei Einheiten, die er absolvierte. Geübt wird auch heute Dienstag und morgen Mittwoch. Am Donnerstag reist er nach Lausanne und gesellt sich zu den übrigen WM-Startern.

Anruf vom Nationaltrainer

Am Sonntag erhielt der junge Hinterthurgauer nämlich einen Anruf von Nationaltrainer Pascal Vieser. Der 38jährige Zürcher teilte ihm mit, dass er sich gut fit halten soll. Fällt nämlich einer der vorgesehenen Cracks aus, dann würde im Sprint und in der Mitteldistanz Martin Hubmann zum Zuge kommen. Grosse Hoffnungen darf er sich allerdings nicht machen, obwohl zuletzt der eine oder andere über kleinere «Bobos» jammerte.

Schöne Staffelerfolge

Vielleicht reicht es trotzdem zu einem Einsatz im Welschland. Eventuell gar in der abschliessenden Staffel. Und da würde ja Martin Hubmann wirklich aus dem vollen schöpfen können. An seinen ersten Titelkämpfen bei der Elite wurde er mit dem Schweizer Team Ende Mai in Schweden unerwartet Europameister. Und nur einen Monat später schaute auch an der Militär-WM in Dänemark erneut Staffelgold heraus.

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