Mit einer Lounge in die Saison

V0LLEYBALL. Morgen Samstag startet Volley Amriswil mit dem Spiel gegen Schönenwerd in die neue NLA-Saison. Abseits des Spielfeldes nimmt der Verein neuerdings eine Lounge, einen Hörnli-Wagen und einen Beamer in Betrieb.

Ralf Rüthemann
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Der junge Schweizer Thomas Brändli nimmt diese Saison die Position Mitte ein. Brändli gehört zu den Spielern, die auch für die Nationalmannschaft aufgeboten sind. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Der junge Schweizer Thomas Brändli nimmt diese Saison die Position Mitte ein. Brändli gehört zu den Spielern, die auch für die Nationalmannschaft aufgeboten sind. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Das Ziel ist gesteckt: Der neue Präsident von Volley Amriswil, Peter Kummer, erwartet von der 1. Mannschaft einen Podestplatz in der Nationalliga A. In der vergangenen Saison reichte es den Amriswilern nur für den fünften Platz. Gegenüber der Leistung in der vergangenen Saison ist also eine Steigerung angezeigt. «Der Vorstand von Volley Amriswil ist jedoch bereit, die dafür notwendigen Grundlagen zu schaffen», sagte Peter Kummer im Vorfeld der neuen Saison.

Gesagt, getan. Volley Amriswil startet mit einem starken Kader in die neue Saison (die TZ berichtete). So etwa mit dem 32jährigen Brasilianer Marcio Sinotti, der bereits einmal für Volley Amriswil spielte und damals zu den Publikumslieblingen gehörte, oder mit dem tschechischen Nationalspieler Zdenek Hanik, der als Passeur ebenfalls neu zu Volley Amriswil stösst. Morgen Samstag muss sich das neue Team beim ersten Spiel der neuen Saison in der Nationalliga A beweisen. Um 17 Uhr gastiert der TV Schönenwerd in Amriswil.

Abseits des Spielfeldes

Nicht nur viele Spieler sind neu. Auch abseits des Spielfeldes gibt es einige Neuheiten: «Wir verschieben unsere TKB-Volley-Bar nach rechts, räumen den Geräteraum aus und machen dort eine neue TKB-Lounge», sagt Peter Kummer. «In dieser Lounge können die Besucher gemütlich einen Schluck Rot- oder Weisswein nehmen.» Neu gibt es auch einen Hörnli-Wagen, der vor der Halle steht. «Dort kann man sich vor dem Spiel, in der Pause und nach dem Spiel verköstigen», sagt Peter Kummer.

In der Halle gibt es neuerdings die Möglichkeit, über einen Beamer die Mannschaften vorzustellen oder die aktuellen Resultate einzublenden. «Dieser Beamer wird für die Besucher ein grosser Mehrwert sein», sagt Kummer. Bei anderen Clubs habe er so etwas noch nie gesehen.

Steigerung in der Vorbereitung

«Das Team hat sich in den Vorbereitungsspielen schon gut gefunden», sagt Peter Kummer. Am Turnier in Bratislava hat die Mannschaft zwei Spiele gewonnen und zwei verloren. Die Gegner waren enorm stark. Gegen die österreichische Mannschaft Aich-Dob musste sich Amriswil mit 0:3 geschlagen geben. Ein Trost: Aich Dob spielt in der Champions League. Eine Woche später gegen Lausanne verlor Amriswil nur knapp. Die Revanche am Tag darauf entschieden die Amriswiler aber mit 3:1 für sich. Weitere Vorbereitungsspiele fanden in Rottenburg statt. Bei diesen Spielen musste Amriswil zweimal als Verlierer vom Platz. Die Mannschaft hatte sich im zweiten Spiel aber deutlich gesteigert.

Obwohl das neue Team der 1. Mannschaft schon seit einigen Wochen auf die kommende Saison hin trainiert, hat es kürzlich nochmals einen Abgang gegeben: Claudio Kriech hat Volley Amriswil verlassen. Kriech sei mit dem Wunsch an das Management herangetreten, ihm die Chance zu ermöglichen, bei einem anderen Verein mehr Spielpraxis zu sammeln, als dies momentan bei Volley Amriswil möglich sei. Er wird aber weiterhin mit Volley Amriswil verbunden bleiben und als Trainer die erste Damenmannschaft durch die Saison begleiten. Seine Spielerkarriere setzt Kriech beim USC Konstanz in der 3. Deutschen Bundesliga fort.

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