Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mit einem Weltmeistertitel aus Holland zurückgekehrt

SEGELN. Der 25jährige Patrick Maurer sitzt im Rollstuhl. Das hindert ihn nicht daran, an Regatten teilzunehmen. Mit Erfolg: An der WM der Hansa Class hat er zusammen mit seinem nicht- behinderten Teamkollegen Christian Hiller den Weltmeistertitel gewonnen.
Claudia Schmid

SEGELN. Der 25jährige Patrick Maurer sitzt im Rollstuhl. Das hindert ihn nicht daran, an Regatten teilzunehmen. Mit Erfolg: An der WM der Hansa Class hat er zusammen mit seinem nicht- behinderten Teamkollegen Christian Hiller den Weltmeistertitel gewonnen. Der junge Mann ist seit rund zwölf Jahren ein begeisterter Segler. Entdeckt hat er den Wassersport in einem Segelcamp von PluSport Behindertensport Schweiz. Seit 2007 ist er Mitglied des Arboner Vereins Sailability.ch, der Menschen mit Beeinträchtigung das Segeln ermöglicht. Er trainiert regelmässig auf dem Wasser und hat bereits an vielen Regatten im In- und Ausland teilgenommen.

Ein überwältigender Erfolg

Nun hat Patrick Maurer seinen eindrücklichsten Segelerfolg erlebt: Er ist am 9. Juni auf dem Ijsselmeer nach fünf Wettkampftagen Weltmeister geworden. Dabei machten sie es spannend. Als nach den ersten acht Regatten der Titel in greifbarer Nähe schien, misslang der zweitletzte Lauf gehörig. Der Sieg geriet in Gefahr. Das eingespielte Team behielt jedoch die Nerven. Und so gelang es, die starke und hartnäckige Konkurrenz doch noch zu schlagen. «Ich kann es kaum glauben, dass wir trotz des Patzers den Platz an der Spitze halten konnten. Es war ein unbeschreibliches Gefühlschaos, das wir am Schluss in unserer Jolle durchlebt haben», lachte Patrick Maurer kurz nach dem gewonnenen Weltmeistertitel.

Auf den Rollstuhl angewiesen

Der gebürtige Romand ist mit einer Cerebralparese auf die Welt gekommen. Er ist im Alltag auf den Rollstuhl angewiesen. Sobald er in der Jolle des Typs Hansa 303 sitzt, spielt seine körperliche Beeinträchtigung im Vergleich mit den segelnden Fussgängern aber kaum eine Rolle mehr. Im Segeln hat der frischgekürte Weltmeister, der fliessend Französisch und Deutsch spricht, noch einiges vor. «Ich würde sehr gerne an der EM 2017 und an der WM 2018 in Japan teilnehmen», sagt er zu seinen Plänen. Ausserdem gehören ein Wechsel zur paralympischen Bootsklasse und der Erwerb des B-Scheins zu seinen ehrgeizigen Zielen.

Beides ist bei Sailability.ch möglich. Der Verein mit Sitz in Arbon verfügt neben Jollen des Typs Hansa 303 auch über zwei paralympische Skud 18, deren Anschaffung PluSport Behindertensport Schweiz ermöglichte.

www.sailability.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.