Mit einem Bein im Playoff

St. Otmar macht im Heimspiel gegen GC Amicitia einen grossen Schritt Richtung Playoff. Die St. Galler verfügen nach dem 34:23-Heimsieg über vier Punkte Vorsprung auf Rang fünf.

Sarina Bischoff
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St. Otmars Andreas Wild setzt sich gleich gegen zwei Zürcher Gegenspieler durch. (Bild: Benjamin Manser)

St. Otmars Andreas Wild setzt sich gleich gegen zwei Zürcher Gegenspieler durch. (Bild: Benjamin Manser)

HANDBALL. Eine Runde vor Abschluss der Finalrunde der NLA ist St. Otmar schon beinahe für das Playoff der besten vier Mannschaften qualifiziert. Dies, nachdem es im letzten Heimspiel der Finalrunde einen deutlichen 34:23-Sieg gegen GC Amicitia feiern konnte. Gegen die Zürcher, die keine Ambitionen auf die Playoff-Qualifikation mehr haben, zeigten die St. Galler von Beginn weg, wer die bessere Mannschaft ist. Das Team von Predrag Borkovic startete konzentriert und konnte auf eine solide Abwehr vertrauen. Einzig die Chancenauswertung liess zu wünschen übrig, denn die St. Galler scheiterten wiederholt am gegnerischen Torhüter Paul Bar oder an der Torumrandung. Der Goalie war dann auch der einzige der Zürcher, der überzeugte. Ansonsten taten sich die Gäste sowohl in der Abwehr als auch im Angriff schwer, wo sie ideenlos und teilweise überfordert wirkten. «Wir wussten, dass sie ein schmales Kader haben, und deshalb wollten wir uns mit viel Tempo einen Vorteil verschaffen», sagte Trainer Predrag Borkovic nach dem Spiel. Diese Schwäche von GC Amicitia wusste St. Otmar auszunutzen, obwohl es ebenfalls viele Absenzen zu beklagen hatte. Es kam im Angriff aber immer wieder zu einfachen Toren aus dem Rückraum und zu überdurchschnittlich vielen Treffern über den Kreis und über Gegenstösse.

Hohe Fehleranfälligkeit

Obwohl die St. Galler zu keinem Zeitpunkt Gefahr liefen, das Spiel aus der Hand zu geben, blieben auch sie nicht ohne Fehler. Insbesondere im zweiten Teil der ersten Halbzeit nahmen die Unachtsamkeiten zu. Es ist dem schlechten Auftritt der Zürcher zuzuschreiben, allein in der ersten Halbzeit machten sie elf unerzwungene Fehler, dass die Ostschweizer ihre Führung kontinuierlich ausbauen konnten und mit einem 18:10-Vorsprung in die Pause gingen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. St. Otmar spielte überlegen, konnte in der Verteidigung mit vielen Blocks und im Angriff mit Toren von allen Positionen den Vorsprung weiter ausbauen. Der Gegner hingegen gab den Widerstand auf, spielte ohne Motivation. Dadurch verkam die Partie gegen Ende beinahe zu einem Trainingsspiel. Nach einer zwischenzeitlichen 15-Tore-Führung mit 34:19 mussten die St. Galler zum Schluss noch vier Tore zulassen und gewannen mit 34:23. Trotzdem ist Borkovic zufrieden: «Ich wollte vor allem den Sieg und gut spielen. Egal wie der Gegner gespielt hat. Das haben wir erreicht.»

Gute Ausgangslage

Der deutliche Sieg verbessert die Ausgangslage St. Otmars im Hinblick auf die Playoff-Qualifikation. Es hat nun vier Punkte Vorsprung auf den Verfolger Kriens-Luzern und auch das um 23 Treffer bessere Torverhältnis. Zur definitiven Playoff-Qualifikation fehlt den St. Gallern nur noch ein Punkt, den sie im letzten Spiel gegen den direkten Konkurrenten gewinnen möchten. «Wir gehen nach Kriens um zu gewinnen», so Borkovic, und weiter, «mit dem Sieg haben wir uns viel Selbstvertrauen geholt.» Sollten die Innerschweizer jedoch am Mittwoch gegen Schaffhausen Punkte liegen lassen, stünde Otmar bereits dann als Playoff-Teilnehmer fest und die Partie gegen Kriens-Luzern wäre unbedeutend.

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