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Mit der Tessiner Euphorie nach Lettland

Nach der erfolgreichen Heim-EM im Tessin sind die Schweizer Orientierungsläufer auch an der WM in Lettland die ersten Favoriten. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Matthias Kyburz.
Jörg Greb
Matthias Kyburz gewann an der WM im Mai zweimal Gold und einmal Silber. (Bild: Davide Agosta/Keystone (Tesserete, 13. Mai 2018))

Matthias Kyburz gewann an der WM im Mai zweimal Gold und einmal Silber. (Bild: Davide Agosta/Keystone (Tesserete, 13. Mai 2018))

Eine Bilanz wie noch nie feierten die Schweizer OL-Spezialisten im Mai. Elf Medaillen gewannen sie an den kontinentalen Titelkämpfen im Tessin – vier davon in Gold. Die alles überragende Nation waren sie. Für die Weltmeisterschaften in Lettland nennen sie vor diesem Hintergrund fast schon ein bescheidenes Ziel: sechs Medaillen. Dazu sagt Teamchefin Christine Lüscher-Fogtmann: «Die Erfahrung zeigt: Medaillengewinne stellen auch für unser schlagkräftiges Team keine Selbstverständlichkeit dar.» Letztes Jahr etwa kehrte das Team mit lediglich drei Medaillen von der WM aus Estland zurück.

Die Ambitionen der einzelnen Teammitglieder schmälert die Verbandsvorgabe indes nicht. Matthias Kyburz, Daniel Hubmann, Judith Wyder, Fabian Hertner und Florian Howald reden alle von Medaillen – in den Einzelrennen wohlverstanden. Goldene sollen es bevorzugt werden. Berechtigt scheinen die Ansprüche allemal. Nach der gezielt angesteuerten Heim-EM bestand genügend Zeit zur Vorbereitung auf die WM – zumal sie sich vom Gelände und den Wäldern her nicht wesentlich von jenen der Schweiz und insbesondere vom Tessin unterscheiden dürfte. Und Energie in Form von Trainingslagern im Gebiet wurde trotz Heim-EM im Rahmen anderer Jahre gefunden. Klar formuliert sind Medaillen für alle Staffeln, jene der Männer, der Frauen und im Mixedteam-Sprint.

Ein Quintett im Fokus

In den Einzelläufen dürfen vor allem die Erfolgreichsten der jüngeren Vergangenheit Goldambitionen hegen. Matthias Kyburz, der an der EM mit zwei Gold- und eine Silbermedaille brilliert hat, spricht von «einer perfekten Vorbereitung». Und der 28-Jährige nennt eine besondere Motivation: «Die WM-Langdistanz-Medaille fehlt mir nach wie vor, und wenn es die goldene wäre, würde dies besonders Freude machen.» Mit Ausnahme der Sprint-Staffel bestreitet Kyburz jedes Rennen.

Dasselbe Programm absolviert auch Daniel Hubmann, der an der an der EM zeitgleich mit Kyburz im Sprint obenaus schwang und damit seinen Sprint-Weltmeistertitel des Vorjahres bestätigte. «Ich befinde mich in einer sehr erfreulichen Phase meiner Karriere», sagt der 35-Jährige und verhehlt seine Titelambitionen nicht – «wo ist egal», sagt er und lacht. Und wie erfolgreich seine lange Karriere auf dieser Ebene gewesen ist, verdeutlichen zwei Fakten: 45 WM-Rennen bestritt er, 24 Medaillen nennt er sein eigenen. «Zwei Medaillen in den vier Einsätzen sind erneut das Ziel», sagt er. Ebenso für absolute Topergebnisse gut scheinen Fabian Hertner und Florian Howald.

Wyder mit erhöhter Erwartungshaltung

Aufmerksamkeit bei den Frauen erweckt Judith Wyder. Die Teamleaderin meldete sich nur fünf Monate nach der Geburt einer Tochter an der EM eindrücklich zurück – mit drei Starts und drei Medaillen im Sprint und den beiden Staffeln. Jetzt plant sie vier Rennen an der WM. «Ich erwarte von mir bessere Leistungen als im Mai», sagt sie und betont, dass ihr vor allem die Staffeln am Herzen liegen würden. Spannend wird sein, wie sie mit dem erhöhten Druck umzugehen weiss.

Und da sind noch zwei Frauen: Elena Roos und Julia Jakob. Beide haben von der EM her eine Rechnung offen. Der Tessinerin Roos gelangt es trotz den beiden Staffeltiteln nicht, vor dem Heimpublikum über sich hinauszuwachsen. Und Julia Jakob, damals noch unter ihrem ledigen Namen Gross im Einsatz, lief als vermeintliche Siegerin über die Mitteldistanz ein, musste dann aber erkennen, dass sie einen Kontrollposten überlaufen hatte. Mit Langdistanz-Bronze unterstrich sie am Schlusstag letztlich ihr Potenzial.

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