St.Otmars Handballer tritt mit dem letzten Aufgebot zum letzten Spiel des Jahres an

St.Otmar muss am Sonntag um 17 Uhr im Heimspiel gegen Endingen auch auf Rares Jurca verzichten.

Ives Bruggmann
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St. Otmars Rares Jurca muss sich einer Meniskusoperation unterziehen.

St. Otmars Rares Jurca muss sich einer Meniskusoperation unterziehen.

Benjamin Manser

Nun fällt auch noch Rares Jurca aus. Der rumänische Linkshänder ist nach Benjamin Geisser, Severin Kaiser und Dominik Jurilj der vierte Stammspieler, der für längere Zeit nicht in der Handball-NLA mittun kann. Zudem spielten im Cup-Halbfinal Frédéric Wüstner und Max Höning angeschlagen. Noch offen ist, ob sie im letzten Spiel des Jahres am Sonntag um 17 Uhr in der Kreuzbleiche gegen Endingen auflaufen können.

Spielertrainer Bo Spellerberg sowie Sportchef und Coach Andy Dittert haben also keine leichte Aufgabe vor sich, wenn es darum geht, die Mannschaft für die Partie gegen den Tabellenvorletzten zu selektionieren. «Wir wollen keine langfristigen Verletzungen riskieren», sagt Dittert. Zumal danach eine zweiwöchige Trainingspause anstehe und die Meisterschaft wegen der WM ohnehin erst Ende Januar fortgesetzt werde. Bis dahin sollte gemäss Dittert der eine oder andere Spieler aus dem Lazarett wieder einsatzfähig sein. Die Trainer werden nach dem Ausfall Jurcas vor allem im rechten Rückraum gegen Endingen auf kreative Lösungen angewiesen sein. Wie lange der Routinier, der sich am Meniskus operieren lassen muss, ausfällt, ist unklar. Dittert hofft auf eine Rückkehr bis Mitte Februar.

Seit sechs Partien ohne Sieg

Dass sich derzeit in der Ostschweiz fast keine Nachwuchstalente für die NLA aufdrängen, sei in der aktuellen Situation auch nicht gerade förderlich. Dementsprechend schmal ist das Kader der St.Galler. «In der Nachwuchsförderung für Spitzenhandballer besteht in der Ostschweiz ein Strukturproblem», sagt Dittert, der ebenfalls als sportlicher Leiter der Ostschweizer Handballakademie (OHA) amtet. Aber das ist ein Thema, das St.Otmar in den kommenden Jahren ohnehin noch beschäftigen wird.

Trotz des schmalen Aufgebots für das letzte Spiel des Jahres hat Dittert den Humor nicht verloren:

«Das Lazarett hat Platz vier im Auge.»

Mittlerweile wartet St.Otmar seit sechs Spielen auf einen Sieg. Am Donnerstag setzte es im Cuphalbfinal gegen Kadetten Schaffhausen eine 20:38-Kanterniederlage ab. Doch gegen Aufsteiger Endingen ist St.Otmar auch mit einer dezimierten Mannschaft der Favorit. Die Aargauer gewannen nur eine von den bisherigen 16 Partien – gegen den Tabellenletzten Basel.

Die einsatzfähigen Handballer müssen am Sonntag noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren. «Jetzt geht es darum, Charakterstärke zu zeigen», sagt Dittert. Danach sei genug Zeit, um die Wunden zu lecken und abzuschalten. Schliesst St.Otmar das Jahr mit einem Sieg ab, dürften die Verantwortlichen dennoch zufrieden sein. Immerhin ist der vierte Platz das erklärte Ziel in der Hauptrunde. Damit würden sich die St.Galler für das Playoff das Heimrecht sichern. Dass sie dazu in der Lage sind, haben Spielertrainer Spellerberg und Co. im Herbst in der Liga mit sieben Siegen in Serie gezeigt. Nur gegen die Topteams Schaffhausen und Winterthur gab es keinen Sieg.

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