Mit angezogener Handbremse

Nach dem knappen 26:25-Heimsieg über den TV Appenzell steht der HC Arbon vor der erneuten Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur NLB.

Andrea Meier
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handball. Manch einer fragte sich wohl, weshalb Arbon Anfang letzter Woche noch mit drei Punkten vor den Zürcher Albis-Foxes lag, am Freitag der Vorsprung jedoch nur noch einen Zähler betrug. Vor zwei Wochen in der Partie gegen Dietikon-Urdorf setzte der HCA einen Doppellizenzspieler zu viel ein. Erlaubt sind deren vier. Der Verband entschied, dass das Spiel nachträglich mit 0:10 gewertet wurde. Die Direktbegegnung gegen die Spielgemeinschaft in zwei Wochen hätte somit die Entscheidung bringen müssen, aber die letzte Spielrunde rückte alles wieder in ein etwas anderes Licht.

Wo ist die Lockerheit?

Eher unerwartet holte Arbon letztes Wochenende im Derby gegen Kreuzlingen nur ein Remis. Die Ansprüche an die letzten drei Partien vor der Aufstiegsrunde waren somit hoch. Die Mannschaft wirkte während des ganzen Spiels gehemmt und zeigte ihr vorhandenes Potenzial kaum. Dabei wäre es so wichtig, starke Auftritte aufs Parkett zu legen und damit das Aufstiegsrundenziel zu unterstreichen. Arbon kam mit Appenzells offensiver Verteidigung nicht zurecht. Glück für den HCA, dass der Gegner seine Abschlüsse zu Beginn reichlich neben das Tor streute und somit kein deutlicher Rückstand entstand.

Neuenschwander, Arbons Verteidigungsspezialist, musste wegen Kreisläufer Pendics Verletzung durchspielen. Er zeigte eine gute erste Halbzeit und war mitunter dafür verantwortlich, dass der HCA mit 15:12 in die Pause gehen konnte. Nicht auf Touren kam Topskorer Philip Näf. Die Gebrüder Fröhlich ersetzten mit ihren Treffern seine Leistung.

Bis zum Schluss gezittert

Die zweite Halbzeit plätscherte dahin, wie schon die erste. Appenzell erwischte zwar den besseren Start und schaffte den 17:17-Ausgleich (37.), aber das Team um Bruggmann vermochte keine weiteren Akzente zu setzen. Die deutliche Steigerung von Arbons Näf brachte den Thurgauern einen 3-Tore-Vorsprung. Dieser pendelte sich bis zur 57. Minute ein.

Ein unglücklicher Ellbogentreffer von Yoon auf Neffs Kopf liess das Spiel für rund 30 Minuten unterbrechen. Appenzell steckte den Ausfall seines Rückraumspielers aber gut weg und schaffte in der letzten Minute den 25:26-Anschlusstreffer. Kurz darauf vergab Björn Fröhlich die Chance, das Spiel mit einem 28:26 unter Dach und Fach zu bringen. Stattdessen kam Appenzell zu einem letzten Freistoss, der zum Ausgleich hätte führen können. Arbons Zülle blockte jedoch Erdins Wurf und verhalf den Thurgauern zum wichtigen Punktegewinn.

Verfolger patzert

Albis Foxes Zürich verlor überraschend gegen ein verstärktes Seen Tigers, und somit reicht dem HCA ein Sieg in einer der letzten zwei Partien, um die Aufstiegsrunde definitiv zu erreichen.

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