Mit 1:3 vorzüglich bedient

Die Young Boys können die durch den Sieg gegen Basel genährten Hoffnungen in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League nicht erfüllen. Sie verlieren beim hochüberlegenen Traditionsclub Dynamo Kiew 1:3.

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David von Ballmoos, Goalie der Young Boys, verhindert eine höhere Niederlage der Berner. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

David von Ballmoos, Goalie der Young Boys, verhindert eine höhere Niederlage der Berner. (Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Die Hälfte der Geschichte der fast von A bis Z einseitig verlaufenen Partie zwischen den Young Boys und Dynamo Kiew spielte sich in der Nachspielzeit ab. Nach einem wunderschönen Angriff über Guillaume Hoarau, Kevin Mbabu, Roger Assalé und dem mit einem Kopfball erfolgreichen Neuzugang Christian Fassnacht erzielten die Young Boys zum zwischenzeitlichen 1:2 das angestrebte Auswärtstor, das ihre Ausgangslage für das Rückspiel vom nächsten Mittwoch erheblich verbessert. Dieses Tor war allerdings nur halb verdient. Denn bis dorthin hatten die Berner nur eine einzige wirklich gute Tormöglichkeit gehabt. Innenverteidiger Kasim Nuhu kam nach 79 Minuten frei stehend aus sieben Metern zu einem Kopfball. Der Versuch missriet aber gründlich.

Hohe Niederlage wäre nicht unverdient gewesen

Aufgrund der Spielanteile und der hochwertigen Chancen hätte Dynamo mit vier oder fünf Toren Unterschied gewinnen können. Paradoxerweise war die Höhe der Niederlage für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ganz zuletzt sogar ärgerlich. Die Berner schafften es nicht, das 1:2 über die verbleibenden drei Nachspielminuten zu bringen. In der 93. Minuten fingen sie das 1:3 ein.

Dass sie den Schaden in Grenzen halten konnten, verdankten die Young Boys auch ihrem jungen Goalie David von Ballmoos. Der Emmentaler verhinderte nach 65 Minuten gegen den Sekunden vorher eingewechselten Weissrussen Nikita Kursun mit einer Spagat-Parade das ­sicher scheinende 3:0, das möglicherweise weitere Gegentore nach sich gezogen hätte.

Hoffen auf ein Déjà-vu

Vor einem Jahr kamen die Young Boys in der gleichen Phase der Qualifikation gegen Schachtar Donezk, die zweite ukrainische Spitzenmannschaft, nach einem 0:2 im Hinspiel über ein Penaltyschiessen in Bern weiter. Eine ähnlich bravouröse Leistung im Stade de Suisse wird für die Berner unabdingbar sein. (sda)