Mission Punktejagd beginnt wieder

In der 2. Liga regional gilt es ab heute mit dem Rückrundenstart wieder ernst. Für Sirnach gibt es nur eines: Vom Abstiegsplatz wegkommen. Arbon und Tägerwilen stehen besser da.

Nicole D'orazio
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fussball. In der Vorrunde lief es für den FC Sirnach-Stella in der Gruppe 2 der 2. Liga regional nicht rund. Nach sieben Spielen hatten die Hinterthurgauer noch keinen Sieg auf ihrem Konto. Aus diesem Grund musste Mitte Oktober Trainer Miro Caktas dann Sergio Simeone Platz machen. Sirnach konnte in der Folge zwar endlich gewinnen, überwinterte aber mit zehn Punkten auf dem 11. Rang – einem Abstiegsplatz. «Für uns heisst das Ziel Ligaerhalt», sagt Simeone. «Wir müssen uns schnell nach vorne orientieren.» Der Trainer ist überzeugt, dass sein Team diese Vorgaben erfüllen kann. «Wichtig ist, dass die Spieler als Mannschaft auftreten, was früher nicht der Fall war.»

Auftakt mit einem Derby

Der ersten Heimpartie gegen Tägerwilen von morgen Sonntag (Kett/15.30 Uhr) misst Simeone eine grosse Bedeutung zu. Er sei überzeugt, dass die Sirnacher den Match positiv gestalten können. «Ich hoffe, mit einem Erfolg eine Euphorie auszulösen.»

Bei den Hinterthurgauern stehen fünf Abgängen sechs neue Spieler gegenüber. «Dass unser Captain Ralph Bühler aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist, tut uns natürlich weh», sagt Simeone. «Er war ein sehr wichtiger Leader für die Equipe.» Und mit Kevin Wiesmann mache jetzt ein guter Mittelfeldspieler aus beruflichen Gründen eine Pause. «Mit den Neuen haben wir uns aber verstärken können», zeigt sich der Sirnacher Trainer zufrieden. Das müssten diese nun einfach noch beweisen.

Tägerwilen will ins Mittelfeld

Beim FC Tägerwilen sieht die Situation etwas besser aus. Mit 14 Punkten liegt das Team von Coach Peter Zbinden auf dem 8. Zwischenrang. Doch das Polster nach hinten ist nicht dick genug. «Wir möchten uns so schnell als möglich – wie Sirnach auch – ins gesicherte Mittelfeld absetzen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben», definiert Sportchef Thomas Ammann das Ziel. Die Vorrunde bezeichnet er als durchschnittlich. Das Team hätte einige sehr gute Partien gezeigt, in anderen hätte es weniger überzeugt.

Im morgigen Derby gegen Sirnach-Stella fehlen den Tägerwilern einige Spieler aufgrund von Sperren, Militär oder Verletzungen. «Dieses Spiel ist wichtig für uns. Mit nur ein bis zwei Erfolgen stehen wir in der Tabelle schnell viel besser da», so Ammann.

Nur ein Zufall

Dass die fünf Neuzugänge alles Akteure von benachbarten deutschen Vereinen sind, bezeichnet der Sportchef allerdings als Zufall. «Zwei Spieler wohnen in Kreuzlingen, und vier sind Kollegen. So brachte der eine den anderen mit.» Von den fünf Abgängen bedaure er den Wechsel von Marcel Eibeck zum FC Amriswil (2. Liga interregional). «Ihn hätten wir sehr gerne behalten, doch er suchte eine neue sportliche Herausforderung.»

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