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Minuten des Glücks

Im Cupspiel gegen Lausanne schnuppern die Eishockeyaner von Rapperswil-Jona wieder einmal NLA-Luft. Sie verlieren zwar mit 1:2 nach Verlängerung. Doch die Rückkehr in die oberste Spielklasse scheint näher als angenommen.
Matthias Hafen/Rapperswil

Cup ist, wenn die Werbung auf dem Eis so aufdringlich wirkt wie sonst nie. Cup ist auch, wenn die Tribünen selbst im Achtelfinal fast leer bleiben und die Connaisseurs des Eishockeys unter sich sind. Nur 2763 Zuschauer wollten das Heimspiel des NLB-Fünften Rapperswil-Jona gegen den NLA- Dritten Lausanne sehen – weniger als bei einem durchschnittlichen Spiel der zweithöchsten Spielklasse. Doch die Anwesenden sollten ihr Kommen nicht bereuen.

Denn Cup ist vor allem, wenn der Aussenseiter bis zum Umfallen kämpft, um seinem Publikum Minuten des Glücks zu bescheren. Diesbezüglich gingen die Rapperswiler gestern mit gutem Beispiel voran. Sie hielten den haushohen Favoriten aus dem Waadtland trotz des 0:1-Rückstands in der zweiten Minute lange Zeit in Schach. Nach dem 1:1-Ausgleich im Powerplay – Dion Knelsen lenkte in der 32. Minute einen Schlagschuss von Cyrill Geyer entscheidend ab – boten die St. Galler eine packende Schlussphase, in der sie den Sieg mehr als verdient gehabt hätten. Doch die Geschichte sollte sich wiederholen. Zumindest fast. Wie schon vor einem Jahr, als die beiden Kontrahenten im Viertelfinal aufeinander getroffen waren, ging es in die Overtime. Anstatt im Penaltyschiessen verloren die St. Galler diesmal in der Verlängerung, mit 1:2.

Eine Sturmlinie und ein Goalie mit NLA-Format

Die Rapperswiler können aber gestärkt aus dem verlorenen Achtelfinal gehen. Sie zeigten, dass die NLA nicht so weit weg ist, wie man aufgrund des Saisonstarts meinen mag. In den Köpfen jedenfalls waren Captain Antonio Rizzello und seine Mitstreiter parat, mehr als in jedem Meisterschaftsspiel bisher. Die Sturmlinie mit Rizzello sowie den beiden Ausländern Dion Knelsen und Jared Aulin hatte gestern auch spielerisch NLA-Format. Das Trio setzte die hochdekorierte Gästeabwehr immer wieder unter Druck. Es war nebst dem starken Michael Tobler im Tor zwar die einzige Waffe des Heimteams, aber eine eindrückliche. Dass nicht mehr Tore resultierten, lag am gegnerischen Goalie Pascal Caminada, an der unverrückbaren Torumrandung sowie an Millimetern des Pechs.

Lausanne spielte mit Crème de la Crème

Ja, Lausanne gab im Cup dem einen oder anderen Schlüsselspieler eine Pause. So fehlte im Tor der französische Nationalgoalie Cristobal Huet. Auch die beiden Schweden Per Ledin, der als krank gemeldet wurde, und Jonas Junland suchte man vergeblich in der Aufstellung. Trotzdem hatten die Lausanner drei ausländische Spieler dabei – und praktisch die gesamte Crème de la Crème mit Schweizer Pass. Das wusste auch das Rapperswiler Publikum zu estimieren, das wieder einmal eine Lautstärke erreichte, wie sie die Connaisseurs noch aus NLA-Zeiten kennen.

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