MIAMI: Federer hält durch

Stan Wawrinka zieht im Achtelfinal einen schwachen Tag ein. Federer ebenfalls – ihm reicht es aber dennoch zum Sieg.

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Der 32. Geburtstag hat Stan Wawrinka kein Glück gebracht. Die gute Laune liess sich der am ATP-1000-Turnier in Florida topgesetzte Lausanner von der 6:4, 2:6, 1:6-Niederlage gegen Alexander Zverev indes nicht verderben. «Niederlagen wie diese sind nicht schlimm, der Tag ist kein schlechter», befand Wawrinka und nannte die Gründe: den guten Gegner und vor allem das eigene Befinden. «Ich fühle mich gut, spiele auf einem guten Niveau und bin motiviert.» Wie Roger Federer bei seinem 7:6 (7:5), 7:6 (7:4)-Erfolg gegen Roberto Bautista Agut erwischte Wawrinka nicht seinen besten Tag. Der Romand konnte sich nicht in die nächste Runde retten. «Ich habe mein Niveau verloren und fand keinen Ausweg mehr. Ich ging physisch und mental ein, hatte kein Benzin mehr im Tank», befand Wawrinka.

Mit Alexander Zverev hatte er es aber auch mit einem starken Gegner zu tun. Der deutsche Youngster hatte ihm schon im letzten Herbst im Final von St. Petersburg eine Niederlage zugefügt. «Er ist gut, er ist jung, er wird seinen Aufstieg fortsetzen», ist Wawrinka überzeugt. Jedenfalls wurde der Deutsche nach dem verlorenen Startsatz immer stärker. Gegen den starken Aufschlag Zverevs gab es ab dem zweiten Satz kaum ein Mittel.

Federer: «Du musst auch solche Spiele gewinnen»

Fast zur gleichen Zeit lief auch bei Federer nicht alles wunschgemäss. Gegen den Weltranglisten-18. Roberto Bautista Agut liess sich der 35-jährige Baselbieter zweimal den Service abnehmen. Weil er aber in den Tiebreaks zweimal die Oberhand behielt, konnte er nach zwei Stunden sagen: «Um in so einem Turnier weit zu kommen, musst du auch solche Spiele gewinnen.» Im Optimalfall wird der Australian-Open- Sieger nächste Woche wieder auf Platz vier vorrücken. Nur Rafael Nadal und Kei Nishikori können dies noch verhindern. Mit Tomas Berdych (ATP 14) bekommt es Federer heute, frühestens ab 21 Uhr, mit jenem Gegner zu tun, der im Januar am Ursprung seines erfolgreichen Comebacks stand. Der Tscheche war am Australian Open in der 3. Runde der erste echte Gradmesser des Schweizers nach dessen langer Wettkampfpause. Federer gewann und erkannte: «Ich bin besser als gedacht.» (sda)