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Tefera Mekonen verpasst Jackpot beim 32. Stanserhorn-Berglauf

Beim 32. Stanserhorn-Berglauf wiederholt Tefera Mekonen den Vorjahressieg. Bei den Frauen siegt Melanie Noll vor Lokalmatadorin Lucia Hofmann.
Ruedi Vollenwyder
Der Äthiopier Tefera Mekonen verpasst den Rekord, läuft aber als Sieger dem Ziel entgegen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Stanserhorn, 1. Juli 2018)

Der Äthiopier Tefera Mekonen verpasst den Rekord, läuft aber als Sieger dem Ziel entgegen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Stanserhorn, 1. Juli 2018)

Die ersten Worte vom OK-Chef Peter Achermann vor dem Start stimmten ihn euphorisch: «Im Gegensatz zum letzten Jahr, als es regnete, stimmt diesmal das Wetter. Es wird ein schweisstreibender Lauf auf unseren Hausberg.» Doch nicht für jedermann. Der Tagessieger Tefera Mekonen (1:07.11) spürte zwar noch etwas den tags zuvor gewonnenen 10-km-Hellebardenlauf von Sempach in den Beinen. Doch gross waren ihm die Anstrengungen nicht anzusehen. «Für mich sind Wettkämpfe wie Ferien», meinte der Äthiopier denn auch mit einem Grinsen im Gesicht, obwohl er sein Ziel, den Jackpot zu knacken, um 128 Sekunden verfehlte.

Auch die Tagessiegerin Melanie Noll (34) wirkte nach dem Zieleinlauf erstaunlich frisch. «Gross in Schwierigkeiten kam ich bei meiner ersten Teilnahme nicht. Oben angekommen, war ich aber schon etwas kaputt. Der Hornlauf war ein toller Event», schwärmte die in Gossersweiler-Stein (Rheinland-Pfalz) wohnhafte Tagessiegerin nach dem Zieleinlauf. Nicht so recht auf Touren kam die dreifache Stanserhorn-Siegerin Lucia Hofmann. Sie musste mit einem Rückstand von 3:42 mit dem zweiten Rang vorliebnehmen: «Ich gönne Melanie diesen Erfolg. Lange konnte ich mit ihr nicht mithalten. Sie lief wirklich sackstark», wand die Ennetbürgerin ihrer Konkurrentin ein Kränzchen.

Trainingslauf für Ironman in Norwegen

Bei den Männern sorgte aus Nidwaldner Sicht Michael Achermann für das Highlight. Der 29-jährige Stanser lief auf den guten vierten Rang, 4:07 hinter dem Sieger. «Schön, dass es mir nach einer Absenz von vier Jahren so gut gelaufen ist», meinte der auf Langdistanzen spezialisierte Nidwaldner. Und schob nach: «Der Aufstieg aufs Horn war für mich ein gutes Training für den anstehenden Ironman in Norwegen, einen Megaanlass mit über 6000 Sportlern.» Sein Ziel: «Ich will diesen Wettkampf heil be­enden.»

Leiden musste auf der 11 km langen Strecke mit 1400 Höhenmetern auch Weltcup-Langläuferin Nadine Fähndrich (Eigenthal). «Ich hatte nicht meinen besten Tag. Ich musste mich, von Krämpfen geplagt, mehr als einmal überwinden, um jeweils den ‹Motor› wieder neu zu starten, um oben anzukommen.» Die Olympiateilnehmerin von Pyeonchang (Südkorea) findet aber dennoch etwas Positives aus dieser Plackerei: «Dieses Durchhalten über eineinhalb Stunden war extrem gut für meine Kopfarbeit.»

Wie in den letzten Jahren versuchten unter den 450 Teilnehmenden auch viele Einheimische, den Berg zu bezwingen. Bei den NLB-Handballern vom BSV Stans stellten sich gleich 14 Spieler dieser Herausforderung. Nando Kuster, der Zweitschnellste der Handballergilde, schelmisch lächelnd: «Schade, dass ich den mannschaftsinternen Sieger Silvan Niederberger wegen 39 Sekunden Vorsprung nicht mehr abfangen konnte. Ich war nahe dran. Doch es reichte trotz guter Vorbereitung nicht, ihn noch zu überholen.»

Auf eine weitere Grosstat dürfen Sepp Näpflin (66) und Hans Aschwanden (59) stolz sein. Die beiden Horn-Urgesteine schafften es auch beim 32. Stanserhorn-Lauf, ins Ziel zu kommen. «Chapeau!», sagt auch OK-Chef Werner Achermann in Richtung der Helfer und der Sportler: «Es war wiederum ein Superanlass. Ich sah bei diesem Superwetter nur zufriedene Gesichter. So macht es Spass!»

Ranglisten auf www.scstans.ch/ranglisten

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