Meister des Abstiegskampfs

Heute trifft Fortitudo Gossau in der NLA daheim um 17.30 Uhr auf Aufsteiger Basel. Gossau ist nach einer Baisse in Form gekommen und könnte sich mit dem dritten Sieg in Folge weiter Luft im Rennen um den Ligaerhalt verschaffen.

Daniel Good
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Der Kampfgeist ist Fortitudos grosse Stärke. Diesen soll heute auch Basel zu spüren bekommen. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

Der Kampfgeist ist Fortitudos grosse Stärke. Diesen soll heute auch Basel zu spüren bekommen. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

HANDBALL. Seit Jahren wird Fortitudo Gossau der Abstieg prophezeit. Aber die Gossauer, die mit dem kleinsten Budget aller NLA-Clubs wirtschaften, ziehen den Kopf immer aus der Schlinge. Manchmal sogar locker. Fortitudo bestreitet mittlerweile schon die achte Spielzeit in der höchsten Liga. In dieser Saison allerdings schien es knapp zu werden. Acht Niederlagen in Folge kassierten die Gossauer in der Meisterschaft von Anfang Oktober bis Anfang Dezember. Überdies schieden sie im Cup gegen den Tabellenletzten Stäfa aus. Zumindest der Gang in die Barrage gegen den Tabellenzweiten der NLB schien Fortitudo gewiss.

Kämpferisch die Besten

Aber einmal mehr sind die Gossauer im Abstiegskampf gewappnet. Sie sind bereit, wenn sich die Lage zuspitzt. Fortitudo ist kämpferisch die beste Mannschaft der Liga. «Etwas anderes können wir gar nicht», sagte Captain Gabriel Würth einmal halb im Ernst, halb zum Spass. Er ist der Sohn des Präsidenten und war schon 2008 dabei, als Gossau in die NLA aufstieg. Würth junior ist ein guter Spieler – eigentlich zu gut für Fortitudo. «Er müsste schon längst für St. Otmar spielen», sagt Predrag Borkovic. Borkovic führte Fortitudo vor gut siebeneinhalb Jahren zum Aufstieg. Seit diesem Jahr ist er Cheftrainer St. Otmars. Seit 2012 ist St. Otmars ehemaliger Meisterspieler Rolf Erdin Trainer in Gossau.

Gossaus grosse Chance

Heute spielt Gossau ab 17.30 Uhr daheim gegen Aufsteiger Basel. Die Ostschweizer haben die grosse Chance, den dritten Sieg in Serie zu verbuchen und Basel zu überholen. Dann stünden sie auf Platz acht, der den Ligaerhalt garantiert. Basel ist aber kein leichter Gegner. Im Auswärtsspiel unterlag Fortitudo dem Neuling 20:31. Für Basel spielt auch der ehemalige Gossauer Bruno Kozina. Gerettet ist Fortitudo noch längst nicht. Die Vorzeichen stehen jedoch einmal mehr gut, insbesondere mit einem Sieg heute.

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