«Meine Qualität soll St. Gallen helfen»

Seit Dienstag trainiert Steven Lang bei seinem neuen Club, dem FC St. Gallen. Der 27jährige Westschweizer will in den nächsten zwei Jahren mit den Ostschweizern endlich zu der Konstanz finden, die ihm in den bisherigen Karrierestationen weitestgehend gefehlt hat.

Christian Brägger
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Steven Lang sagt, dass es in seiner Karriere immer wieder Schwankungen gab. Das soll sich mit dem FC St. Gallen ändern. (Bild: Urs Bucher)

Steven Lang sagt, dass es in seiner Karriere immer wieder Schwankungen gab. Das soll sich mit dem FC St. Gallen ändern. (Bild: Urs Bucher)

Herr Lang, Sie haben von Vaduz zum FC St. Gallen gewechselt.

Normalerweise ist der Weg

umgekehrt. Spieler, die St. Gallen nicht mehr will, gehen zu den Liechtensteinern. Was hat Sie hierher zum Traditionsclub gelockt?

Steven Lang: Stimmt. Es gibt ein paar Kollegen, die den umgekehrten Weg gemacht haben. Ich bin nun jedoch froh, hier zu sein. Ich hatte vom Interesse von St. Gallen erfahren. Sofort war mir klar, dass ich hierher kommen muss.

Wurde der Transfer über einen Berater abgewickelt? Oder waren Sie direkt involviert?

Lang: Mein Berater rief mich an und fragte mich, ob St. Gallen für mich überhaupt in Frage komme. Auch Trainer Jeff Saibene bemühte sich im persönlichen Gespräch um mich. Ich habe zu Beginn der Saison 2009/10 damals mit Aarau unter ihm gespielt.

Sie liefen für Servette, Xamax, Aarau, Rekordmeister Grasshoppers und Vaduz auf. Was fehlt Ihnen für den ganz grossen Schritt?

Lang: Mir fehlt die Konstanz. Diese suche ich seit Jahren. Es wird zwar langsam besser. Wenn man meine Karriere ansieht, erkennt man, dass es bei mir immer wieder Schwankungen gab. Aber ich arbeite daran, und ich hoffe, dass es gut kommt.

Was können Sie dagegen unternehmen? Oder fehlte die Motivation?

Lang: Die Motivation fehlte nie. Ich bin ein Offensivspieler. Solche Spieler werden, wenn es ihnen läuft, hochgejubelt. Ebenso rasch fallen sie, wenn es ihnen nicht läuft. Ich muss leistungsmässig eine gute Mitte finden.

Es gibt diesen genialen Steven Lang, der Freistosstore erzielt und auffällt. Aber es gibt eben auch den anderen Steven Lang, der nicht gut ist. Welchen bekommt denn nun

St. Gallen zu Gesicht?

Lang: Es kommt manchmal auch darauf an, wie das Spiel läuft. Ich will aber keine Entschuldigung suchen. Mein Ziel ist es, hier ständig effizient zu sein und der Mannschaft zu helfen.

Wo wollen Sie mit dem neuen Arbeitgeber in den zwei Jahren hin?

Lang: Die Konkurrenz im Team ist gross. Ich möchte mich hier so rasch wie möglich etablieren und hoffe, mit meiner Qualität der Mannschaft zu helfen.

Schon im ersten Training ist Ihnen schwindlig geworden. Was ist passiert? Sind Sie nicht fit?

Lang: Die letzte Zeit mit dem bevorstehenden Transfer war ein bisschen gar viel Stress. Klappt es, klappt es nicht? Dann erfolgte vorgestern das erste Training, das ich dann vorsichtshalber abgebrochen habe. Aber ich bin fit. Mit Vaduz habe ich ja die ganze Vorbereitung absolviert.

Wie hat Vaduz-Trainer Giorgio Contini auf den Weggang reagiert?

Lang: Er war nicht erfreut, er hat für die Saison mit mir gerechnet. Ich habe eine wichtige Rolle bei Vaduz eingenommen. Er legte mir aber keine Steine in den Weg.