«Meine Eltern haben mich Anstand gelehrt»

Auf dem Eis fühlt sich der Davoser Stürmer Andres Ambühl wohler als auf der Bühne. Am Galaabend von Swiss Ice Hockey stand der 32-Jährige aber wortwörtlich im Rampenlicht. Als Erster überhaupt gewann er sowohl die Auszeichnung für den wertvollsten Spieler (MVP) wie auch jene für den beliebtesten Spieler.

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Auf dem Eis fühlt sich der Davoser Stürmer Andres Ambühl wohler als auf der Bühne. Am Galaabend von Swiss Ice Hockey stand der 32-Jährige aber wortwörtlich im Rampenlicht. Als Erster überhaupt gewann er sowohl die Auszeichnung für den wertvollsten Spieler (MVP) wie auch jene für den beliebtesten Spieler.

Sie sind zweifellos der Star der vergangenen NLA-Saison. Fühlen Sie sich auch so?

Das ist hübsch und die Auszeichnungen sind ein schöner Abschluss der vergangenen Saison. Nicht viele Spieler haben die Chance, diese zu erhalten. Viel wichtiger war aber, dass wir die Meisterschaft gewannen und was wir in der neuen Saison erreichen werden.

Ihr Teamkollege, Goalie Leonardo Genoni, hätte Ihnen die MVP-Auszeichnung beinahe abgeluchst.

Er hätte sie genauso verdient. Er hat ja die Meisterschaft fast im Alleingang entschieden.

Sie sind sechsfacher Schweizer Meister, WM-Silbermedaillengewinner und nun auch noch wertvollster Spieler der höchsten Schweizer Liga. Was ist Ihnen am wertvollsten davon?

Jeder Titelgewinn, jede Medaille und jede Auszeichnung hat eine eigene Geschichte und ist deshalb für sich speziell und cool. Eine Rangliste kann ich deshalb nicht erstellen.

Wie schon vor einem Jahr wurden Sie in einer Publikumswahl im Internet auch als populärster Spieler im Schweizer Eishockey gewählt. Was macht Sie so populär?

Es freut mich, dass offensichtlich nicht nur die HCD-Anhänger mich und meine Art schätzen. Ich versuche einfach immer, mich selbst zu sein.

Woher diese Bodenständigkeit?

Meine Eltern haben mich Anstand und ehrliche Arbeit gelehrt. Vielleicht liegt meine Beliebtheit gerade darin, dass ich mich diesbezüglich nie gross verändert habe.

Trotz der Auszeichnungen gilt Ihre Konzentration wieder der laufenden Meisterschaft. Wie sind Sie mit dem Auftakt zufrieden?

Mit sechs Punkten aus den drei Partien gegen Fribourg, Zug und Lugano besteht kein Grund zum Jammern. Aber wir befinden uns offensichtlich noch nicht in Bestform. Es besteht noch deutliches Steigerungspotenzial. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten.

Heute abend spielt der HC Davos daheim gegen Ambri, morgen in Biel. Was erwarten Sie von dieser Doppelrunde?

Die beiden Gegner werden zwar nicht als Titelkandidaten gehandelt, trotzdem dürfen wir sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. In Biel zum Beispiel herrscht im neuen Stadion grosse Euphorie. (ca)

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