Meier ist nun international

Simon Meier ist neuer Cheftrainer der U19-Unihockey-Nationalmannschaft. Der Thurgauer freut sich auf die Vergleiche zwischen dem Vizeweltmeister und internationalen Top-Teams.

Remo Fuchs
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Simon Meier Trainer U19-Nationalmannschaft (Bild: pd)

Simon Meier Trainer U19-Nationalmannschaft (Bild: pd)

UNIHOCKEY. In der Unihockey-Szene ist Simon Meier kein Unbekannter. In zwölf Jahren als Coach machte sich der gebürtige Sulgener und Gründungsmitglied des Thurgauer Kleinfeld-Vereins, UHC White Sharks Sulgen, auf nationalem Parkett einen Namen. Nun wartet auf den 37-Jährigen der nächste (internationale) Schritt. Meier ist der neue Chef an der Bande des U19-Nationalteams.

Für die Verantwortlichen von Swiss Unihockey ist die Zusage des Thurgauers ein Glücksfall. Der Inhaber des eidgenössischen Fachausweises «Trainer Leistungssport» coachte seit 2008 die U17-Regionalauswahl Ost und ist für die nächst höhere Aufgabe prädestiniert. So sagte Mark Wolf, Chef der Auswahlen des Unihockey-Verbandes: «Es freut mich ausserordentlich, dass wir mit Simon Meier einen bisherigen Auswahl-Trainer zum U19-Cheftrainer ernennen durften.»

Spiele mit Wettkampfcharakter

Ändern tut sich für den IT-Spezialisten, der mit seiner Frau und den drei Kindern in Fehraltorf wohnt, nicht alles. Die Auswahl-Zusammenzüge werden etwa im selben Rahmen und in ähnlichen Zeitabständen wie bis anhin stattfinden.

Ein wesentlicher Punkt ist neu: Bei der U17 steht vor allem die Ausbildung der Spieler im Zentrum. Der Wettkampf fehlt. Nicht so bei der U19. Da stehen internationale Vergleiche an. «Der Wettkampfcharakter ist der ganz grosse Reiz und die Motivation», sagt Meier. Die erste Möglichkeit, die Kräfte international zu messen, erhalten Meier und sein Team bereits Anfang November vor heimischem Publikum. Vom 1. bis 3. November trifft die Schweiz in Schaffhausen auf Weltmeister Schweden sowie Finnland und Tschechien.

Tritt in grosse Fussstapfen

Während der letzten zwölf Jahre trainierte Thomas Berger das U19-Nationalteam. Seine Erfolge mit den Talenten lesen sich eindrücklich. Bereits an der Junioren-WM 2001 holte er Silber. Im Mai coachte er die Schweizer (mit dem Thurgauer Nils Conrad als Captain) in Hamburg erneut zum Vizeweltmeistertitel. Meier weiss, dass er in grosse Fussstapfen tritt. «Der Druck lässt sich nicht ganz wegreden», sagt er mit einem Lächeln.

Der ehemalige Übungsleiter von Uster (NLA) und Floorball Thurgau (1. Liga) fühlt sich als Coach im Auswahl-Bereich wohl. «Meine Fähigkeiten als Trainer kann ich auf dieser Stufe gut einbringen», so Meier. Der Sulgener hegt im allgemeinen grosses Interesse am Sport und ist als Coach besonders fasziniert an Strategien. «Einen Plan zurechtlegen und diesen mit einer Gruppe umzusetzen macht grossen Spass», erklärt er.

Seinen ersten Einsatz als U19-Nationaltrainer hat Meier von heute Freitag bis am Sonntag in Zuchwil. Da findet der erste Lehrgang statt. Von den 29 aufgebotenen Spielern, darunter zwei Thurgauer, kennt der Ostschweizer alle aus der Zusammenarbeit in der U17-Auswahl. Ein Neustart also, mit bekannten Gesichtern.