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MATCHWINNER: Eine Rückkehr nach Drehbuch

In der 18. Runde der Bundesliga gewinnt Köln daheim gegen Gladbach mit 2:1. Den Siegtreffer im Derby erzielte Rückkehrer Simon Terrode mit einem Kopftor in der 95. Minute.
Andreas Asen, Tobias Schwyter (sid)
Kölns Jorge Mere (links) im Zweikampf mit dem Gladbacher Lars Stindl. (Bild: Sascha Steinbach/EPA)

Kölns Jorge Mere (links) im Zweikampf mit dem Gladbacher Lars Stindl. (Bild: Sascha Steinbach/EPA)

Andreas Asen, Tobias Schwyter (SID)

Simon Terodde wurde von seinen jubelnden Teamkollegen bei­-nahe erdrückt. Nachdem ausgerechnet der Rückkehrer bei seinem Comeback für Köln Sekunden vor dem Abpiff das 2:1 gegen den Rheinrivalen Gladbach erzielt und dem Heimteam im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung gegeben hatte, brachen alle Dämme. Auf der Tribüne feierten die Fans den Helden des Spiels mit lautstarken Kölle-Alaaf-Rufen. «Das ist unbeschreiblich. Bei der letzten Aktion bin ich instinktiv Richtung Ball gelaufen und habe ihn reingeschlagen. Besser kann man bei seinen neuen Mannschaftskollegen nicht ankommen», sagte Terodde, der mit seinem Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit ganz Müngersdorf zum Beben gebracht hatte, nach dem Abpfiff überglücklich bei Sky.

Durch seinen zweiten Saisonsieg setzte Köln im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen. Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag beim direkten Konkurrenten aus Hamburg hätten die Westdeutschen urplötzlich wieder Chancen auf den Klassenerhalt. Gladbach dagegen enttäuschte und verpasste es, den Abstand auf die Champions-League-Plätze zu verkürzen. Mit weiterhin 28 Punkten bleibt das Team von Trainer Dieter Hecking Sechster.

Erstes von 17 Endspielen für sich entschieden

Kölns Verteidiger Frederik Sörensen hatte nach 34 Minuten das umjubelte 1:0 erzielt. Der Däne setzte sich im Strafraum mit vollem Einsatz gegen seinen Landsmann Jannik Vestergaard durch und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie. Raffael glich in der zweiten Halbzeit mit seinem siebten Saisontor für die Gladbacher zunächst aus. Nachdem sich alle auf ein Remis eingestellt hatten, schlug die Stunde des von Stuttgart nach Köln zurückgekehrten Terodde, der mit einem sehenswerten Kopfball die Entscheidung zugunsten der Kölner erzwang.

Sörensens Treffer hatte zuvor sinnbildlich für das Spiel des FC gestanden. Der technischen Stärke der Gäste setzte die Kölner Mannschaft vor ausverkauftem Haus mit 50 000 Zuschauern viel Leidenschaft und Engagement entgegen. Der Coach hatte das Derby im Vorfeld als «erstes von 17 Endspielen» bezeichnet. Entsprechend motiviert gingen seine Spieler zur Sache. Auch Jonas Hector, der seit September mit einem Syndesmoseriss ausgefallen war, fügte sich bei seinem Comeback nahtlos ein. Gladbach bestimmte die Anfangsminuten, kam aber nur zu zwei Abschlüssen von Lars Stindl und Christoph Kramer. Köln sorgte zunächst einzig durch Milos Jojic für Gefahr, seinen Schuss wehrte Gladbach-Keeper Yann Sommer jedoch stark ab.

Tumulte in der Halbzeitpause

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste das Risiko und den Druck. Hecking brachte den Brasilianer Raffael, um die schwächelnde Offensive zu beleben und bewies so ein glückliches Händchen. Köln konnte sich in dieser Phase kaum noch befreien und wurde zunehmend hektisch. Bei den wenigen Entlastungs­angriffen schenkte das Heimteam den Ball viel zu schnell her, nur einmal aber wurden sie mit einem Gegentreffer für die vielen Fehler bestraft.

Viel los war im Rheinderby auch auf den Rängen. In der Halbzeitpause war es zu Tumulten zwischen den beiden Fan­lagern gekommen. Die Polizei und die Sicherheitskräfte im Stadion hatten die Situation aber schnell unter Kontrolle.

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