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Massenkündigung an Breel Embolos Mieter ist gültig: Er muss ihnen jedoch mehr Zeit geben

Mehrere Mieter haben gegen den Fussballnationalspieler und Hausbesitzer Breel Embolo geklagt. Er hatte vergangenen Herbst sämtliche Mietverhältnisse gekündigt. Am Mittwoch kam es zu einem Vergleich. Die Mietparteien können nun länger in ihren Wohnungen bleiben.
Claudia Hottiger

Am Mittwoch kam es im Streit zwischen Breel Embolo und seinen Mietern vor der Basler Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten zu einer vorläufigen Einigung. Der Fussballer hat 2016 eine Immobilie an der Kannenfeldstrasse in Basel erworben und vergangenen Herbst sämtlichen Mietern der zwölf Wohnungen auf Ende März 2019 gekündigt. Dies mit der Begründung, das Haus müsse generalsaniert werden. Mehrere Mietparteien klagten daraufhin gemeinsam mit dem Basler Mieterverband gegen den Fussballnationalspieler.

Gemäss Vergleichsvorschlag der Schlichtungsstelle muss Embolo nun den Verbliebenen mehr Zeit für den Auszug geben. Laut Angaben des Basler Mieterverbands kam eine Mieterin mit ihrem Anliegen durch, das darin bestand, einen Monat Erstreckung zu erhalten. Einer «schwer betroffenen Mietpartei» bleibe noch Zeit bis September. Ebenso soll den Bewohnern der Mietzins erlassen und eine Umzugspauschale von 3000 Franken angerechnet werden. Die Mietparteien haben nun eine Gedenkzeit von zehn Tagen, um den Entscheid anzufechten und den Fall vor Gericht zu ziehen.

Mieterverband unzufrieden

Beat Leuthard, Co-Geschäftsleiter des Basler Mieterverbands, ist mit dem Ergebnis der Schlichtungsverhandlung nicht zufrieden. «Die Erstreckungsfristen sind empörend und lächerlich», sagt er. Ebenso hätte die Schlichtungsstelle die Massenkündigungen trotz Widersprüchen beim Baugesuch einfach durchgewunken. Denn laut Angaben des Mieterverbands habe Embolo «heimlich» eine Baubewilligung für den Umbau des Hauses erhalten, die Pläne dafür seien aber bis zur Verhandlung nie offengelegt worden.

Das Basler Bauinspektorat habe das Projekt im «vereinfachten Bauverfahren» genehmigt. Ein solches Verfahren wird jedoch nur bei geringfügigen Änderungen einer Liegenschaft angewandt. Das sei laut Leuthardt ein Widerspruch. Eine Massenkündigung wäre somit gar nicht nötig gewesen.

Breel Embolo selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Fall geäussert.

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