Martina Hingis im Babyglück

Sie ist die erfolgreichste Schweizer Tennisspielerin der Geschichte. Nun scheint Martina Hingis auch privat ihr Glück gefunden zu haben. Die 38-Jährige wird Mutter.

Laura Inderbitzin
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Martina Hingis bei der letztjährigen Schweizer Charity-Gala des Laureus-Awards. (Bild: Remy Steiner/Getty; Dübendorf, 18. November 2017 )

Martina Hingis bei der letztjährigen Schweizer Charity-Gala des Laureus-Awards. (Bild: Remy Steiner/Getty; Dübendorf, 18. November 2017 )

Ein winziges Tenniskleidchen ziert das Bild. Martina Hingis postet das Foto auf Twitter und verkündet damit die glückliche Nachricht. Die 38-Jährige wird erstmals Mutter. Unter das Bild mit dem Tenniskleidchen schreibt die Ostschweizerin, dass sie und ihr Ehemann nicht mehr lange nur zu zweit sein werden. In der Schweiz ist die Freude über den Hingis-Nachwuchs gross, von allen Seiten kommen Gratulationen.

Nicht selbstverständlich für jemanden wie Hingis. Nie war sie ein «Schätzchen der Nation». Vielmehr eckte sie vor allem als junge Tennisspielerin mit ihrer gnadenlos ehrlichen, manchmal rüpelhaften Art an. Und dieses Image haftete der 38-Jährigen lange Zeit an. Doch jetzt – ein Jahr nach dem Ende ihrer Karriere – hört und liest man Positives. Martina Hingis ist beliebt. Nicht ohne Grund.

Mit 16 erstmals an der Weltspitze

Als sie im Oktober 2017 zum dritten Mal ihre Karriere beendete, tat sie das nicht wie 2002 wegen einer hartnäckigen Fussverletzung. Und auch nicht wie 2007, als Dopingvorwürfe sie dazu gezwungen hatten. Vielmehr tat sie es als erfolgreiche Doppel-Spielerin, und zwar einfach, weil sie es wollte. Hingis setzte damit den Schlusspunkt hinter eine beispiellose Karriere. 1997 kletterte sie als 16-Jährige erstmals an die Spitze der Weltrangliste, als jüngste Spielerin der Geschichte. Insgesamt stand sie 209 Wochen zuoberst und holte fünf Grand-Slam-Titel im Einzel. Während ihres ersten Comebacks von 2006 bis 2007 schaffte sie es nochmals auf Platz 6 der Einzel-Weltrangliste. Nach ihrem zweiten Comeback 2013 spielte sie nur noch Doppel und Mixed. Erfolgreich. An den Olympischen Spielen in Rio gewann sie mit Timea Bacsinszky die Silbermedaille. Als sie sich dann definitiv verabschiedete, stand Hingis an der Spitze der Doppel-Weltrangliste. Noch heute amtet sie als Coach des Fed-Cup-Teams.

So erfolgreich sie als Sportlerin auch war, privat wollte es lange nicht klappen. Sie hatte bereits einige Partner, einen Ex-Verlobten und einen Ex-Ehemann hinter sich, bis sie Harald Leemann kennen lernte. Mit dem Arzt ist sie seit etwas mehr als zwei Jahren zusammen, seit drei Monaten verheiratet, und erwartet nun mit ihm das erste Kind.

Wann das Baby zur Welt kommen soll, und ob es ein Mädchen oder ein Bub sein wird, hat Hingis auf Twitter verschwiegen. Das winzige Tenniskleidchen mit seiner pinken Farbe spricht aber eine deutliche Sprache.