Martin Fuchs wie vor sieben Jahren

Sportliche Höchstleistungen, ideale Wetterbedingungen und eine imposante Zuschauerkulisse prägten das diesjährige Osterspringen in Amriswil. Das Derby am Montag wurde von Martin Fuchs gewonnen.

Peter Wyrsch
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Pferde und Reiter liessen sich von der guten Stimmung zu Höchstleistungen motivieren. (Bild: Reto Martin)

Pferde und Reiter liessen sich von der guten Stimmung zu Höchstleistungen motivieren. (Bild: Reto Martin)

Peter Wyrsch

spoert@thurgauerzeitung.ch

Der erste GP-Sieger der Freiluftsaison in der Schweiz heisst Martin Fuchs. Vor sieben Jahren gewann der damals 18-jährige Zürcher mit Principal den GP des Osterspringens in Amriswil, diesmal setzt er sich auf dem Sandplatz des Tellenfelds vor rund 5000 begeisterten Zuschauern mit der schnellen Belgien-Stute Dubai du Bois Pinchet sicher durch.

Mit einem Vorsprung von fast sechs Sekunden war der diesjährige GP-Sieger von Basel im Stechen eine Klasse für sich. Der deutliche Erfolg des bewährten Equipenreiters in der Hauptprüfung am Ostermontag, die erstmals seit zwei Jahren wieder sowohl als Qualifikation zur Schweizer Meisterschaft der Elite als auch zum Schweizer Cup zählte, war eine spannende Ausmarchung. Neun der 64 gestarteten Paare blieben bei der GP-Ouvertüre zur «grünen» Saison im Initalkurs von Parcoursbauer Hans Blättler und seinem Team fehlerlos.

Am Schluss blieben nur zwei Paare fehlerlos

In der Barrage blieben aber nur zwei Paare erneut ohne Abwurf. Neben dem clever reitenden Fuchs, der seit gut zwei Jahren in Wängi heimisch geworden ist, blieb auch der vorsichtig und kontrolliert seine Runde drehende Simon Broillet aus Versoix mit Tabasco über die sieben entscheidenden Hindernisse makellos. Der Genfer büsste aber 5,98 Sekunden auf Fuchs ein. «Dubai ist ein äusserst schnelles, vorsichtiges, aber nicht leicht zu reitendes Pferd», meinte Fuchs. «Ich siegte mit ihm schon in drei Weltranglisten-Springen, in Genf, Basel und Zürich und gewann in fünf Turnieren über 60000 Franken Preisgeld. Und mit seinem ersten GP war ich auch sehr zufrieden. Eventuell hat Dubai sogar internationale GP-Qualitäten.»

Der Oxer wurde ihm zum Verhängnis

Schnellster im Stechparcours war allerdings Pius Schwizer aus Oensingen. Mit dem Belgier Living the Dream, den er wieder seit zwei Monaten und der Rückkehr von Athina Onassis in seinen Zügeln führt, wurde ihm aber der Oxer beim Einsprung in die Zweierkombination zum Verhängnis. Ebenfalls einen Abwurf in der Entscheidungsrunde verzeichnete der Luzerner Equipenreiter Paul Estermann. Sein Belgier-Hengst Curtis Sitte stiess das vorletzte Hindernis in den Sand. Für die grosse Überraschung neben Simon Broillet sorgte der St. Galler Mathias Schibli aus Henau als Sechstplatzierer. Mit dem neunjährigen Holsteiner Quno stellte er ein selbst ausgebildetes Pferd mit Qualitäten vor.

Grand Prix

150 cm): 1. Martin Fuchs (Wängi), Dubai du Bois Pinchet, 0/37,57. 2. Simon Broillet (Versoix), Tabasco, 0/43,55. 3. Pius Schwizer (Oensingen), Living the Dream, 4/37,32. 4. Paul Estermann (Hildisrieden), Curtis Sitte, 4/39,93. 5. Philipp Züger (Galgenen), Canario, 8/38,28. 6. Mathias Schibli (Henau), Quno, 8/39,88, alle im Stechen