Marcel Fässler fährt in Le Mans aufs Podest

AUTOMOBIL. Porsche war am 24-Stunden-Rennen von Le Mans das Mass aller Dinge: Das Team des deutschen Herstellers belegte die Ränge eins und zwei.

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AUTOMOBIL. Porsche war am 24-Stunden-Rennen von Le Mans das Mass aller Dinge: Das Team des deutschen Herstellers belegte die Ränge eins und zwei. Acht Stunden vor Ende des dritten Rennens in der diesjährigen Langstrecken-WM musste der Schweizer Marcel Fässler den vorentscheidenden Rückschlag im Kampf um den prestigeträchtigen Sieg hinnehmen. Der Audi mit dem Schwyzer am Steuer wurde rückwärts in die Garage geschoben. Das Auto des Titelverteidigers hatte Teile am Heck verloren; die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Minuten.

Fünfter Podestplatz für Fässler

Letztlich kamen Fässler und seine Teamkollegen, der Deutsche André Lotterer und der Franzose Benoît Tréluyer, nicht über den dritten Rang hinaus. Nach dem Vorjahrestriumph und den Siegen in den ersten beiden Saisonrennen der Langstrecken-WM war Platz eins in Le Mans das erklärte Ziel des seit vielen Jahren eingespielten Trios gewesen. Fässler, der Sieger von 2011, 2012 und 2014, errang in Le Mans seinen fünften Podestplatz. 2010 war er – ebenfalls bereits gemeinsam mit Lotterer und Tréluyer – Zweiter geworden.

Jani und Buemi enttäuschen

Der Seeländer Neel Jani kam in der Nacht auf gestern an fünfter Stelle liegend von der Strecke ab und rutschte ins Kiesbett. Sein Porsche konnte nur durch ein Abschleppfahrzeug aus der misslichen Lage befreit werden, dabei ging jedoch viel Zeit verloren. Der Traum vom erstmaligen Sieg in Le Mans war für den 31jährigen Schweizer damit schon vor Rennhälfte vorbei.

Deutlich im Schatten des Zweikampfes zwischen Porsche und Audi stand Toyota. Der Waadtländer Sébastien Buemi, der Langstrecken-Weltmeister des vergangenen Jahres, musste in seinem Toyota die Hoffnungen auf seinen dritten Podestplatz in Le Mans bereits nach fünf Stunden begraben. Sein britischer Teamkollege Anthony Davidson beschädigte das Fahrzeug im Zuge eines Fahrfehlers derart, dass eine mehrere Minuten dauernde Reparaturarbeit notwendig wurde. Kurz nach Mitternacht lag Buemi wegen des Malheurs bereits sechs Runden hinter den Spitzenteams zurück. Am Ende resultierte mit zehn Runden Rückstand auf die Sieger – Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy – lediglich Platz acht. (si)