Mann gegen mann
Saisonstart der Skicrosser in Arosa mit einem St. Galler Favoriten: Jonas Lenherr will den Triumph von 2018 wiederholen

Am Dienstag eröffnen die Skicrosser mit einem Nachtrennen in Arosa die Weltcupsaison. Der Olympiazweite Marc Bischofberger fehlt verletzt, trotzdem hat die Ostschweiz mit dem Gamser Jonas Lenherr ein heisses Eisen im Feuer.

Daniel Good
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Vor zwei Jahren setzte sich der Werdenberger Jonas Lenherr (vorne) in Arosa durch.

Vor zwei Jahren setzte sich der Werdenberger Jonas Lenherr (vorne) in Arosa durch.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (Arosa, 17. Dezember 2018)

Die Schweizer Skicrosser sind Medaillengaranten. Marc Bischofberger war an den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea der einzige Medaillengewinner aus der Ostschweiz. Wegen einer Schulterverletzung verpasst der Appenzeller aber den Saisonauftakt. Deshalb muss er die Rennen am Dienstag und Mittwoch in Arosa im Fernsehen verfolgen. Der Olympiazweite aus Oberegg sagt:

«Wegen Covid-19 nütze ich nicht viel an der Strecke. Ausserdem ist Skicross im TV gut zum Schauen»
Marc Bischofberger, verletzter Olympiazweiter

Marc Bischofberger, verletzter Olympiazweiter

Der 29-jährige Bischofberger gewann im vergangenen Winter in Russland das letzte Weltcuprennen. Er erlitt aber in der Vorbereitung für diese Saison bei einem Sturz einen Muskelanriss im linken Oberarm. Mitte Januar, so hofft Bischofberger, kann er im Weltcup wieder mitfahren.

In die Bresche springen sollte ein anderer Ostschweizer Rennfahrer. Der in Marbach wohnende Bischofberger sagt im Vorfeld der beiden Wettkämpfe in Arosa:

«Ich stufe Jonas Lenherr als grossen Favoriten ein.»
Jonas Lenherr

Jonas Lenherr

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (Arosa, 14. Dezember 2020)

Bischofberger kennt den Olympiateilnehmer Lenherr gut. Sie trainieren oft zusammen. Der 31-jährige Lenherr hat bereits drei Weltcupsiege auf dem Konto. Seinen schönsten Triumph errang er vor zwei Jahren, als er in Arosa der Konkurrenz das Nachsehen gab. Insgesamt stand Lenherr schon sechsmal auf dem Weltcuppodest. Im Duell Mann gegen Mann muss aber alles zusammenpassen, damit Siege herausspringen.

Lenherr hat trotz der Coronapandemie eine gute Saisonvorbereitung hinter sich. Er ist bereit und in Form. Die Schweizer trainierten in Saas-Fee und zuletzt in Laax. Der Schweizer Nationaltrainer Ralph Pfäffli sagt:

«Wir haben in Laax wohl so gut trainiert, wie noch nie irgendwo.»

Noch vor Weihnachten stehen für die Skicrosser am 19. und 20. Dezember die Weltcuprennen im französischen Val Thorens auf dem Programm. Das Saisonfinale soll wieder in der Schweiz stattfinden: am 21. März in Veysonnaz.