Man spricht deutsch beim FCK

Der FC Kreuzlingen startet mit einigen Ambitionen in die Saison 2010/11 der 2. Liga interregional. Im sanft renovierten Kader des neuen Trainers René Benz sind nebst Rückkehrern fast ein Drittel der Spieler aus dem grenznahen Deutschland.

Bruno Brütsch
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Die Neuen beim FC Kreuzlingen: vorne, von links: Mischa Schoch, Marco Aicher, Manuel Ferrone, Enzo Maiorana, Eros Parisi, Benjamin Bix; Mitte, von links: Daniel Pfleiderer, Simon Kober, Flavio Vallini, Mehdi Channaoui; hinten, von links: Cheftrainer René Benz und sein Assistenztrainer Peter Forster. – Es fehlt: Javier Belda (Ferien). (Bild: Mario Gaccioli)

Die Neuen beim FC Kreuzlingen: vorne, von links: Mischa Schoch, Marco Aicher, Manuel Ferrone, Enzo Maiorana, Eros Parisi, Benjamin Bix; Mitte, von links: Daniel Pfleiderer, Simon Kober, Flavio Vallini, Mehdi Channaoui; hinten, von links: Cheftrainer René Benz und sein Assistenztrainer Peter Forster. – Es fehlt: Javier Belda (Ferien). (Bild: Mario Gaccioli)

fussball. «Die Kadermutationen in Kreuzlingen waren in den vergangenen Jahren traditionell lang, aber wir sind stolz, den Kern der alten Mannschaft behalten zu haben.» FCK-Sportchef Nunzio Padula präsentierte anlässlich einer Medienorientierung mit René Benz und Peter Forster ein neues Trainerduo, zehn neue Spieler und definierte die ambitionierten sportlichen Ziele.

Regionales Denken

«Wir sind dem regionalen Denken treu geblieben», bekräftigte Präsident Daniel Geiselhart. Mit Trainer René Benz ist zum zweitenmal in Folge ein Urkreuzlinger Cheftrainer, assistiert wird er von Peter Forster aus Tägerwilen. «Und regionales Denken hört für uns eben nicht am Grenzzaun auf, sondern geht darüber hinaus.» Damit zog er gleichsam den Faden zur neuen Kaderliste.

Denn die hat es in der Tat in sich: Klar, waren in der Vergangenheit immer wieder mal Konstanzer Akteure beim FC Kreuzlingen. Doch dass unter den zehn Neuverpflichtungen gleich fünf Deutsche sind, ist doch augenfällig. Damit ist mit Ingo Backert und Philipp Kasseckert, beide noch vom alten Stamm, mehr als ein Drittel aller Feldspieler aus unserem deutschen Nachbarland.

Natürlich verkörpern auch Rückkehrer Enzo Maiorana (von Amriswil) und Stojan Miljic sowie Javier Belda den regionalen Gedanken, und eigentlich auch Flavio Vallini von Arbon. Bleibt Mehdi Channaoui von Reims (Fr). Dieser soll in Kreuzlingen gezielt an den Leistungssport herangeführt werden, Wohnort bleibt aber weiterhin St. Gallen.

«Wir sind im Zeitplan»

Dass der FC Kreuzlingen wieder in die 1. Liga aufsteigen möchte, bekräftigen sowohl Präsident Geiselhart als auch Sportchef Padula. «Den Zeitplan nach dem Abstieg haben wir mit drei Jahren definiert.» Bleiben Trainer René Benz de facto zwei Jahre, das Ziel umzusetzen. Der hat schon mal mit den Akteuren «knallharte» Einzelgespräche geführt und seine Visionen vermittelt.

«Wir haben im Team ausgezeichnete Einzelspieler; und das Gros der Mannschaft konnte behalten werden», gibt er sich optimistisch. Was zeichnet die Mannschaften aus, die René Benz in der Vergangenheit trainiert hat? «Disziplin, Defensive und die Umsetzung der Zielvorgaben.» Genau jene Tugenden also, die speziell in der Rückrunde 2009/10 an allen Ecken und Enden fehlten und den FC Kreuzlingen im Titelrennen schliesslich entscheidend zurückwarfen.

Wieder am Basler-Cup

Rund einen Monat bereitet sich die Mannschaft nun auf die anstehenden Ziele vor. Nach drei Testpartien, die alle auswärts ausgetragen werden (Winterthur/CL, Arbon/2.r. und Gossau/1.), präsentieren sich die Hafenstädter abschliessend ihrem Anhang dann beim traditionellen Basler-Cup in Tägerwilen. Spätestens dann heisst es für den FCK: Mission Aufstieg beginnt.