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Mal draussen, mal drin

Beim FC St. Gallen ist die Konkurrenzsituation grösser geworden, und es war schon leichter, in die Startformation zu kommen. Bestes Beispiel ist Roy Gelmi.
Christian Brägger
Enttäuschte Gesichter: Roy Gelmi (Mitte) war die tragische Figur gegen Basel. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 24. September 2016))

Enttäuschte Gesichter: Roy Gelmi (Mitte) war die tragische Figur gegen Basel. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 24. September 2016))

Renato Steffen, Birkir Bjarnason, Seydou Doumbia – klangvolle Namen durfte Basels Trainer Urs Fischer am Samstag gegen den FC St. Gallen einwechseln. Dazu ein Luca Zuffi 90 Minuten lang auf der Bank. St. Gallens Coach Joe Zinnbauer standen da weit weniger renommierte Akteure als Reservespieler zur Verfügung: Albian Ajeti, Mohamed Gouaida und Danijel Aleksic wurden vom Deutschen im Verlauf der zweiten Halbzeit schliesslich noch eingesetzt. Die Ersatzbank der Ostschweizer war jedoch auch schon schlechter besetzt als in dieser Saison – und damit geht einher, dass sich bei St. Gallen der Konkurrenzkampf zuletzt zugespitzt hat. Routinier Mario Mutsch, der angeschlagen von den Länderspielen zurückgekehrt war und damit quasi ein Opfer dieser wurde, musste gegen Basel da schon auf der Tribüne Platz nehmen. Wie auch Lucas Cueto, Mario Leitgeb oder Steven Lang.

Lang und Leitgeb spielen derzeit kein Rolle

Besonders Lang und Leitgeb stehen seit diesem Sommer mehr oder weniger auf dem Abstellgleis. In naher Zukunft scheinen ihre Chancen auf Einsätze gering. Selbst wenn beispielsweise Toko im Spiel vom kommenden Sonntag gegen die Young Boys gelbgesperrt ist. Just in jener Partie also, die der Trainer sogar als noch schwieriger bezeichnet als diejenige gegen Basel.

Zuletzt schien Roy Gelmi ein erster Profiteur des in jener Phase langanhaltenden St. Galler Tiefs zu sein. Zinnbauer musste gegen Luzern auf den gelbgesperrten Martin Angha und den verletzten Karim Haggui verzichten. In der Not setzte der Deutsche Gelmi und Alain Wiss in der Innenverteidigung ein – mit dem Resultat eines 3:0-Sieges. Gelmi stand auch bei den Erfolgen gegen Le Mont und Thun in der Startformation und bildete zuletzt mit Haggui ein gutes Innenverteidigungsduo – ehe der Zürcher gegen Basel zur tragischen Figur wurde und an allen Gegentoren zumindest beteiligt war. Er sagt: «Das ist so. Es war aber nicht allein meine Schuld. An den Gegentoren waren auch andere Spieler beteiligt, und wir haben als Mannschaft nicht gut agiert.»

Gelmi kennt trotz seiner erst 21 Jahre bereits die Höhen und Tiefen des Fussballgeschäfts. St. Gallens ehemaliger Trainer Jeff Saibene setzte ihn zum Ende der Saison 2014/15 des öfteren ein, ehe er in der Folgesaison unter dem Luxemburger unangefochtener Stammspieler war – teilweise gar als Captain. Auch als Zinnbauer das Ruder übernahm, blieb Gelmi unangetastet. Mit dem 2:3 zu Hause gegen die Young Boys am 19. März dieses Jahres verlor der Innenverteidiger aber seinen Status und rückte ins zweite Glied. Doch war er sich nicht zu schade, in der U21 zu Spielpraxis zu gelangen, gegen Gossau spielte er über die volle Distanz. Diese Beharrlichkeit sollte sich auszahlen – auf Kosten Anghas; der frühere St. Galler Captain war zuletzt nicht mehr Stammspieler und muss seinerseits nun anstehen.

Der Trainer wird entscheiden

Es kann schnell gehen im Fussball, besonders in St. Gallen. So darf man gespannt sein, wer gegen die Young Boys in fünf Tagen die Innenverteidigung bilden wird. Gelmi sagt: «Es läuft nicht jedes Spiel so, wie man es gerne hätte. Der Trainer entscheidet, was er im nächsten Spiel machen wird. Ich werde es akzeptieren und weiterkämpfen.»

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