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Ex-FCL-Jungprofi Cendrim Kameraj erlebt Cristiano Ronaldo hautnah

YB und die ganze Fussball-Schweiz freuen sich auf Cristiano Ronaldo, der am Mittwoch (21 Uhr, SRF zwei) mit Juventus in Bern gastiert. Der ehemalige FCL-Junior Cendrim Kameraj hat mit dem Superstar in Turin trainiert.
Daniel Wyrsch
Cendrim Kameraj (rechts) ist beeindruckt vom Auftreten des Superstars Cristiano Ronaldo. (Bild: PD)

Cendrim Kameraj (rechts) ist beeindruckt vom Auftreten des Superstars Cristiano Ronaldo. (Bild: PD)

Wie unzählige junge Fussballer hat der Luzerner Cendrim Kameraj (19) schon als kleiner Bub von Cristiano Ronaldo (33) geschwärmt. Im vergangenen Sommer ist passiert, was für fast alle ein unerfüllter Traum bleibt: Der U23-Profi von Juventus Turin durfte mit dem fünffachen Weltfussballer trainieren. «Das war zuerst etwas unwirklich für mich, da ich Cristiano bislang nur im TV gesehen hatte. Nun stand ich mit meinem grossen Vorbild auf dem Platz, das war ein Hammergefühl», erzählt Kameraj.

Obwohl der Unterschied zwischen den beiden Spielern unfassbar gross ist – hier der für 100 Millionen Euro von Champions-­League-Sieger Real Madrid transferierte Superstar und dort der unbekannte Nachwuchsmann aus der Schweiz –, zeigte sich Ronaldo nahbar. «Viele Leute sagen, er sei arrogant. Ich habe Cristiano Ronaldo ganz anders erlebt. Er hat alle auf dem Platz begrüsst, jeden Spieler abgeklatscht und gefragt, wie es mir geht», zeigt sich Kameraj beeindruckt vom Auftreten des Portugiesen.

Weltstar nimmt sich Zeit für Ratschläge

Ebenso fasziniert ist der beim FC Luzern ausgebildete, schnelle und schussstarke Aussenläufer vom Verhalten Ronaldos in den Trainings. «Er redet nicht viel, ist sehr fokussiert und macht seine Sache gewissenhaft.» Ist es wirklich wahr, dass der fleissige Weltstar der Erste in der Kabine ist und der Letzte, der sie nach dem Trainingstag verlässt? Kameraj hat bisher zwar erst einige Wochen die Ehre gehabt, mit den ­Juve-Profis zu trainieren, aber seine Erlebnisse bestätigen die Berichte der langjährigen Ronaldo-Mitspieler. «Als ich geduscht hatte und anschliessend mit meinem Auto am Trainingsfeld vorbei fuhr, war er immer noch mit Schussübungen beschäftigt. Ein anderes Mal sah ich Cristiano nach dem Mannschaftstraining im Kraftraum schwitzen.»

Geschätzt hat Kameraj an Ronaldo ausserdem, dass er in einem internen Trainingsmatch nach einem Direktduell sich sogar die Zeit nahm, ihm einen Ratschlag zu geben. «Er erklärte mir, wie ich besser verteidigen kann.» Ronaldo ist für Juve und die italienische Serie A also nicht nur ein alle überstrahlender Topspieler und Markenbotschafter, sondern ist sich trotz allem Scheinwerferlicht und Glamour nicht zu schade, die Nachwuchsleute zu unterstützen.

Ungeachtet der Ronaldo-Mania wird auch in Italien über die Vergewaltigungsvorwürfe der US-Amerikanerin Kathryn Mayorga (34) gegen den Fussballstar diskutiert. Für Juves U23-Profi Cendrim Kameraj ist dies aber kein öffentliches Thema. «Dazu kann ich nichts sagen.»

Der in Ebikon aufgewachsene Schweiz-Kosovare, dessen Eltern inzwischen in Eschenbach leben, muss sich erneut mit einer schweren Verletzung beschäftigen. Fit zurück von einer langwierigen Fussblessur, erlitt er vor einem Monat einen Kreuzband- und Innenbandriss. Wie sein früherer Mitspieler bei der Luzerner U21, FCL-Profi Stefan Knezevic (22), fällt er mindestens sechs Monate aus. Via Whatsapp hat er sich mit seinem Leidensgenossen ausgetauscht. Sonst ist der Kontakt mit Leuten vom FCL eher selten. Im Sommer 2017 hatte Kameraj entschieden, seinen Ausbildungsverein zu verlassen. Er bereut es nicht.

Beim italienischen Rekordmeister erhält er eine erstklassige Betreuung – auch als verletzter Spieler. «Unser Reha-Zentrum ist internationale Spitze, auch Spieler aus anderen Ländern therapieren ihre Verletzungen hier.» Wie besorgt Juve um Kameraj ist, zeigt der Umstand, dass der Verein ihm während seiner Zeit mit Krücken einen persönlichen Chauffeur zur Verfügung stellt, der ihn von seiner Wohnung in der Stadt Turin zur Physiotherapie fährt und anschliessend wieder zurück.

Kein Rezept für Ex-Trainer Seoane

Ab nächstem Sommer möchte der Ex-FCL-Junior wieder angreifen. Wer weiss, vielleicht schafft er es sogar, an der Seite von Cristiano Ronaldo zu spielen. Seinem ­ehemaligen Luzerner U21-Coach ­Gerardo Seoane, unter dem er im Herbst 2016 in 10 Partien der 1. Liga 9 Tore schoss, kann er für das abschliessende Champions-League-Spiel vom Mittwoch mit den Young Boys gegen Juves Topangreifer Ronaldo und Paulo Dybala kein Rezept geben. Cendrim Kameraj: «Gerry Seoane ist ein guter Trainer, er wird sich bestimmt etwas einfallen lassen, doch glaube ich eher nicht, dass diese Massnahme nützen wird. YB kann Juve mit Ronaldo wahrscheinlich nicht stoppen.»

Grosse Aufregung bei Ankunft der Juve-Spieler

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