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Roman Röösli ist der Luzerner Hoffnungsträger an der Heim-EM

An den Olympischen Sommerspielen 2020 möchte der Neuenkircher Roman Röösli mit Teamkollege Barnabé Delarze eine Medaille holen. An der Heim-EM, die am Freitag startet, gehört er zu den Favoriten.
Raphael Gutzwiller
Roman Röösli (vorne) und Barnabé Delarze haben unterschiedliche Stärken und ergänzen sich dadurch ideal. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 29. Mai 2019))

Roman Röösli (vorne) und Barnabé Delarze haben unterschiedliche Stärken und ergänzen sich dadurch ideal. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 29. Mai 2019))

Alles ist angerichtet, alles ist aufgebaut beim Rotsee. Die Tribünen stehen, die Fussgängerbrücke ebenso, die Essensstände sind ausgerüstet. Am Freitag um 9 Uhr starten die Ruder-Europameisterschaften in Luzern. «Die Vorfreude ist riesig», sagt der derzeit beste Schweizer Ruderer, Roman Röösli. Für den Neuenkircher, der in der Stadt Luzern wohnt, ist es ein richtiges Heimspiel.

Der Lokalmatador startet gemeinsam mit Barnabé Delarze im Doppelzweier und zählt zu den grössten Medaillenfavoriten. Dies nicht nur an der Heim-EM, sondern dann auch im August an der WM in Linz, wo es um die Olympiaqualifikation für Tokio 2020 geht. «Die Qualifikation ist in diesem Jahr unser Hauptfokus», sagt Röösli.

«Aber natürlich wollen wir uns zu Hause gut präsentieren. Es wäre grossartig, in Luzern den EM-Titel holen zu können. Die Konkurrenz ist aber gut.»

Roman Rööslis Ziel ist es, sein schon erfolgreiches letztes Jahr nochmals zu toppen. 2018 war er – egal ob alleine im Skiff, im Doppelzweier mit Standardpartner Barnabé Delarze oder mit Nico Stahlberg – immer schnell unterwegs. Er landete stets auf dem Podest. «Ich finde mich jeweils sehr rasch in einem neuen Boot zurecht», sagt Röösli.

Nach mehreren Tests im letzten Jahr hat sich Nationaltrainer Edouard Blanc schliesslich für die Kombination Röösli/Delarze im Doppelzweier entschieden. Obwohl der Neuenkircher Röösli auch im Skiff zu den grossen Medaillenfavoriten zählen könnte. Im vergangenen Jahr wurde er auf dem Rotsee Dritter. Im Doppelzweier ist die Chance auf einen Grosserfolg aber noch grösser.

«Barnabé und ich haben verschiedene Stärken, so ergänzen wir uns ideal.»

Bereits optisch sind Unterschiede auszumachen. Barnabé Delarze ist ein regelrechtes Muskelpaket. Wohl kein anderer Schweizer Ruderer ist physisch so gut wie er. Röösli dagegen wirkt neben Delarze fast ein wenig schmächtig. Dafür ist er technisch enorm stark und zeichnet sich durch ein grosses Bootsgefühl aus. «Ich kann meine Kraft effizient ins Wasser umsetzen», sagt Röösli. Zufrieden ist er damit aber noch lange nicht. «Ich muss weiter Fortschritte machen. Beispielsweise muss ich eine gute Länge vorgeben. Ich muss möglichst weit vorne das Wasser greifen können. Nur so kann Barnabé seine Kraft ideal einsetzen.»

Nationaltrainer Blanc schwärmt von seinen beiden Ruderern im Doppelzweier: «Roman und Barnabé zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie immer ruhig bleiben. Egal, wie es während des Wettkampfs läuft, sie werden nicht nervös.» Dies ist insbesondere wichtig, weil Röösli/Delarze nur selten gut starten. Meist liegt ihr Boot nach 500 Metern hinter den Konkurrenten, den Rückstand müssen sie mühsam aufholen. «Wir starten nicht langsam. Die Konkurrenten starten einfach jeweils sehr schnell», meint Röösli lachend. Es handle sich nicht um eine Taktik, am Schluss nochmals aufzudrehen. Lieber möchte man schnell starten – aber nicht um jeden Preis.

«Einige Boote starten zwar sehr gut, können dieses Tempo aber nicht über die 2000 Meter gehen. Das bringt auch nichts. Wir wollen explosiv starten und das bis ins Ziel durchziehen können. Derzeit können wir am Schluss oft noch ein bisschen zulegen.»

Auch bezüglich Olympische Spiele möchten Roman Röösli und Barnabé Delarze nochmals zulegen. Rio 2016 endete für sie gemeinsam mit Stahlberg und Augustin Maillefer im Doppelvierer ­enttäuschend im B-Final. Die Ziele für Tokio 2020 sind ungemein höher. «Eine Medaille ist möglich. Doch es steht noch viel Arbeit vor uns», sagt Röösli. Zum Beispiel dieses Wochenende auf dem Rotsee.

Rotsee. Luzern. Programm. Freitag. 9.30: Vorläufe. 15.30: Hoffnungsläufe.
Samstag. 10.30: C-/D-/E-Finals. 12.00: Halbfinals und Hoffnungsläufe.
Sonntag. 8.30: B-Finals. 10.00: A-Finals. 15.00: Abschlussfeier.

Schweizer Boote. Frauen. Einer: Gmelin. – Doppelzweier: Rosset/Walker. – Doppelvierer: Nussbaumer/Schweizer/Lötscher/Eline Rol. – Leichtgewicht. Doppelzweier: Merz/Fréderique Rol. – Einer: Meakin.

Männer. Einer: Stahlberg. – Doppelzweier: Röösli/Delarze. – Doppelvierer: Rhyser/Schätzle/Bärlocher/Copes. – Vierer ohne: Kessler/Joel Schürch/Jacquot/Maillefer. – Leichtgewicht. Einer: Schäuble. Doppelzweier: Struzina/Rüedi. Männer. Einer: Stahlberg. – Doppelzweier: Röösli/Delarze. – Doppelvierer: Rhyser/Schätzle/Bärlocher/Copes. – Vierer ohne: Kessler/Joel Schürch/Jacquot/Maillefer. – Leichtgewicht. Einer: Schäuble. Doppelzweier: Struzina/Rüedi.

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