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Luzern fällt tief und tiefer

Der FC Luzern zieht bei den Young Boys die nächste Klatsche ein. Das 2:5 ist für die Zentralschweizer die sechste Niederlage in Folge. Trainer Markus Babbel versucht sich in positiver Rhetorik und legt sich mit einem Anhänger an.
Daniel Wyrsch/Bern
Der FC Luzern ist das schwächste Team der Rückrunde – und enttäuscht seine Anhänger auch in Bern. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Der FC Luzern ist das schwächste Team der Rückrunde – und enttäuscht seine Anhänger auch in Bern. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

FUSSBALL. Der FC Luzern befindet sich im freien Fall. Gestern haben die Zentralschweizer in Bern gegen die drittplazierten Young Boys 2:5 verloren. Das ist im sechsten Pflichtspiel des Kalenderjahres 2016 die sechste Niederlage. Bei Cheftrainer Markus Babbel liegen die Nerven blank. Anders ist es nicht zu erklären, dass der frühere Bayern- und Liverpool-Profi sich in den Schlussminuten mit einem Zuschauer anlegte. Der ältere, graumelierte Anhänger mit blauweissem FC-Luzern-Schal sass hinter der Luzerner Bank auf der Tribüne. Er lieferte sich mit Babbel ein gestenreiches Wortgefecht. Babbel meinte später in der Medienkonferenz, darauf angesprochen, mit zynischem Unterton: «Ich habe mich mit dem Mann unterhalten und ihm gedankt, dass er auch in schweren Zeiten zu uns hält.»

Stäger hält an Babbel fest

Babbels Disput überrascht, weil der 43jährige Deutsche sich bislang während der Spiele nur mit den Schiedsrichtern anlegte, nie aber mit Aussenstehenden. Die Aktion erinnert an Babbels Vorgänger Carlos Bernegger. Schon der Schweiz-Argentinier hatte sich auf Diskussionen mit Besuchern eingelassen.

Trotz der niederschmetternden Bilanz von fünf Liga-Niederlagen hintereinander und dem Aus im Cup-Halbfinal vom letzten Mittwoch gegen Lugano bekommt Babbel weiterhin das Vertrauen von FC-Luzern-Präsident Ruedi Stäger. Der ebenfalls angezählte geschäftsführende Clubvorsitzende bestätigte in Bern, dass er an Babbel festhalten werde. Wie könnte er auch anders: Erst vor dreieinhalb Wochen hat Stäger mit dem Einverständnis des Verwaltungsrats den Vertrag des Cheftrainers vorzeitig um zwei Jahre bis Sommer 2018 verlängert. Was der Vereinsleitung schon damals heftige Kritiken einbrachte, ist nach den letzten Ergebnissen und Leistungen mehr als fragwürdig.

«Offensiv eine gute Leistung»

Der FC Luzern zeigte zwar wie schon gegen Lugano Einsatzbereitschaft, aber das reichte gegen die spielstarken Young Boys nicht. Denn die Luzerner machten zu viele Fehler in der Abwehr, um den Bernern die Punkte streitig zu machen. Haarsträubend war das Luzerner Defensivverhalten bei Cornern. Alain Rochat und Guillaume Hoarau trafen bis zur 30 Minuten nach Eckbällen zum 1:0 und 2:0. Nachdem die Luzerner diesen Rückstand aufholen konnten, fielen auch das 2:3 und 2:5 nach Standardsituationen. «Da müssen wir mehr Aggressivität und Gier beim Verteidigen des eigenen Tores aufbringen», kommentierte Babbel. Sonst war er mit der Darbietung seiner Mannschaft zufrieden: «Das war offensiv eigentlich eine gute Leistung.» Den Zentralschweizern ist zugute zu halten, dass sie auf den 0:2-Rückstand reagieren konnten. Mit der Niederlage liegen sie weiterhin hinter dem FC St. Gallen auf Platz sieben. Am nächsten Samstag empfangen sie erneut Lugano. Diesmal in der Meisterschaft. Ein Sieg ist Pflicht, sonst droht dem Club der Abstiegskampf.

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