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Luzerner Hallenmeisterschaften – Ausgangspunkt grosser Karrieren

Martina Hingis und Roger Federer spielten einst bei den Hallenmeisterschaften der Junioren in Luzern mit. Bei der ersten Austragung 1970 interessierte aber etwas anderes als Tennis.
Frank Marti

Hohe Wellen warfen die am 21. Februar 1970 von Viktor Tiegermann und Regula Steiner in der ungeheizten Festhalle in Luzern auf hartem Asphalt gewonnenen ersten Schweizer Junioren-Hallentitel nicht. Die nationalen Medien und im Besonderen die regionalen Zeitungen huldigten im Nachhinein ausgedehnt der am Sonntag zuvor vom Andermatter Bernhard Russi auf der schwierigen Saslongpiste im Grödnertal rasant hingelegten Fahrt zu WM-Gold. Der WM-Titel in der alpinen Königsdisziplin stellte die Tennis-Premiere in Luzern in den Schatten.

Inzwischen hat sich das Missverhältnis zwischen den beiden «weissen» Sportarten weitgehend ausgeglichen. Mit Stolz können die Luzerner Veranstalter auf die erstaunlich positive Entwicklung ihres Anlasses hinweisen. Der erste Stupfer aber kam von Aargauer Seite. Ewald Häberli vom TC Lenzburg riet Hans-Jürgen Biese, der für den HTC Luzern Ende der Sechzigerjahre national gut besetzte Juniorenturniere ausrichtete, seinen Anlass als Schweizer Meisterschaften auszuschreiben. Der Verband unterstützte die Idee, die im Februar 1970 mit je einem Junioren- und Juniorinnen-Einzel konkrete Form annahm. Weitere Alterskategorien komplettierten 1977 (U16 und U14) und 1979 (U12) das dem heutigen internationalen Standard entsprechende Programm. Der anhaltende Aufwärtstrend ist den hoch engagierten Leuten der jeweiligen Veranstalter zu verdanken. Dass im abgelaufenen halben Jahrhundert lediglich sechs Organisationskomitees zum Einsatz kamen, spricht für deren Kompetenz und Enthusiasmus. Nachdem Swiss Tennis kürzlich denVertrag mit Tennis Zentralschweiz (TEZ) um weitere drei Jahre verlängert hat, übernimmt nächstes Jahr ein neues, bestimmt ebenso motiviertes Team das Kommando.

Martina Hinigs mit 11 Jahren U18-Meisterin

Die Hauptakteure aber waren die x-hundert Junioren und Juniorinnen, die auf den verschiedenartigen Courts in Luzern, Dierikon, Ruopigen, Kriens und Emmen mit spannenden, hochklassigen Duellen ihr Publikum begeisterten. Alle, die sich später international einen Namen machten, starteten in Luzern ihre Karriere. Roger Federer, der Grösste von allen, holte binnen vier Jahren drei Titel. Mirka Vavrinec, seine Frau, ergänzte die Kollektion um weitere zwei Titel. Noch erfolgreicher waren nur die Söhne der früheren WTA-Nummer 68, Claudia Pasquale: Robin und Luca Roshardt brachten es zusammen auf sieben Meisterschaften. Auf Juniorinnenseite führen Stefanie Vögele gemeinsam mit Angela Bürgis und der in Luzern gross gewordenen Eva Krapl mit je vier gewonnenen Finalpartien das Titel-Ranking an. Martina Hingis gewann 1992 mit elf Jahren ihren dritten und letzten Juniorentitel, notabene in der U18-Königsklasse.

Vor heimischer Kulisse liefen auch Innerschweizer Talente zu Hochform auf. 22 Meister (12 Boys/10 Girls) sicherten sich 30 der insgesamt 352 Titel. Ob am Wochenende weitere dazukommen, ist ungewiss. Medaillengewinne sind am ehesten den Gesetzten mit Namen Sultana Mavric (U12/Nummer 1), Kiara Cvetkovic (U15/Nummer 3) sowie Julian Theler (U12/Nummer 2) zuzutrauen. Eines aber steht fest: Im 50-Jahr-Jubiläumsturnier werden alle 14 regionalen Teilnehmer ihr Bestes geben.

50. Nationale Juniorenmeisterschaften in Luzern, Winter 2019: Freitag (11. Januar) bis Sonntag (13. Januar). – Spielorte. Kriens: Sportpark Pilatus (Schlundstrasse). – Dierikon: Sportpark Rontal (Kantonsstrasse). – Littau: Tennisanlage Ruopigenmoos.

Informationen und Programmheft unter: www.tenniszentralsschweiz.ch

Innerschweizer Meistertitel in der 50-jährigen Geschichte. Junioren: 1977 Christoph Stocker (U16) 1982 Donat Auf der Maur (U12)
1989 Armando Brunold (U12) 1994 Reto Bütler (U16) 1997 Igor Grbic (U14) 2002 Tizian Bucher (U12) 2003 Cyril Bucher (U14) 2003 Tizian Bucher (U12) 2004 Tim Srkala (U12) 2006 Raphael Lustenberger (U18) 2007 Tim Srkala (U14) 2008 Marc Läuchli (U12) 2010 Matej Kostadinov (U14) 2012 Yannis Moundir (U10) 2012 Matej Kostadinov (U16)

Juniorinnen: 1978 Eva Krapl (U16) 1979 Eva Krapl (U16) 1980 Eva Krapl (U18) 1981 1982 Susanne Schmid (U18) 1982 Patricia Brand (U14)
1984 Eva Krapl (U18) 1991 Barbara Keller (U12) 1994 Carmen Betschart (U12) 2002 Nicole Riner (U12) 2004 Nicole Riner (U16) 2007 Sarah Moundir (U16) 2008 Marina Novak (U18) 2015 Jessica Crivelletto (U18) 2015 Kiara Cvetkovic (U12) 2016 Kiara Cvetkovic U16)

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