Genhart nutzt die Chance: Nach seiner Verletzung will der Unihockeygoalie bei Waldkirch-St.Gallen seine Karriere neu lancieren. 

Bei Köniz bekam er keinen Vertrag mehr. Dank dem UHCWaldkirch-St.Gallen hat der Goalie Lukas Genhart wieder ein Verein.

Marco Günthart
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Lukas Genhart will seine Karriere bei Waldkirch-St. Gallen neu lancieren.

Lukas Genhart will seine Karriere bei Waldkirch-St. Gallen neu lancieren.

Bild: Ralph Ribi

Die Hinrunde hat gezeigt, dass Waldkirch-St.Gallen defensiv stärker geworden ist. Ein Grund dafür ist der neue Torhüter Lukas Genhart. Er ist auf diese Saison hin von Köniz zum UHC Waldkirch-St.Gallen gewechselt, da er bei den Bernern keinen Vertrag mehr bekam. Die vergangene Saison hatte er vollständig verpasst, da er sich am Knie operieren lassen musste. Das war auch der Hauptgrund, wieso sein Vertrag nicht verlängert wurde. Köniz ist morgen der erste Rückrundengegner der St.Galler. In Mörschwil treffen sie um 18 Uhr aufeinander. Genharts Wechsel war für beide eine Win-Win-Situation. Der Verein kassiert weniger Gegentore als auch schon und Genhart selbst erhält Spielzeit. Allerdings ist er nicht die unangefochtene Nummer eins. Bei den St.Gallern wird Spiel für Spiel geschaut, wer zum Einsatz kommt. Jedoch wurde Genhart in der Hinrunde mehr eingesetzt, als sein Konkurrent Raphael Schmied.

Schnell ins neue Team integriert

 Der Trainer Fabian Arvidsson hält viel von seinem neuen Torhüter. Er hat sich laut Arvidsson schnell ins neue Team integriert und man merke, dass er den nächsten Schritt in seiner Karrie machen will. «Er kommt immer mit einem Lächeln ins Training und sorgt für gute Stimmung innerhalb des Teams», so Arvidsson. Seine grösste Stärke ist seine Beweglichkeit. Obwohl Genhart fast zwei Meter gross ist, hat er in diesem Punkt keinerlei Einschränkungen. Ebenfalls sind seine Auswürfe sehr präzise, womit er das Spiel schnell machen kann. Allgemein ist der Trainer mit den Torhütern in der Vorrunde zufrieden.

«Dank unseren Goalies haben wir schon wichtige Spiele für uns entscheiden können.»

Allen voran denkt er da an die erste Partie der Saison gegen Köniz. Da stand Genhart im Tor und war gegen seinen früheren Club speziell motiviert. Unter anderem wegen seiner starken Paraden konnte Waldkirch-St. Gallen die Saison mit einem Auswärtssieg starten. Lukas Genhart selbst ist mit seiner Hinrunde auch zufrieden. Seine Karriere kann der 23-Jährige in St.Gallen nach seiner Operation neu lancieren. Er ist sehr froh darüber, dass er einen Verein gefunden hat, der an ihn glaubt und ihn auch spielen lässt. «Ich will kurzfristig mit Waldkirch-St.Gallen in das Playoff und langfristig mit der Schweiz an eine WM», so Genhart.

Die Defensive der St.Galler war schon länger eine Problemzone. In der Saison 2017/18 kassierten die Ostschweizer in 22 Spielen ganze 165 Tore. Zur Saisonhälfte waren es 86 Gegentreffer. Diese Saison sind es nach elf Spielen gerade einmal 63. Vergangene Saison konnten sie das Problem in den Griff bekommen. Sie kassierten etwa gleich viele Tore wie in der aktuellen Spielzeit. Doch im Sommer gab es einige Wechsel in der defensive. Das Team schaffte es aber, Defensiv stabil zu bleiben – unter anderem dank Genhart.

Spezielle Partie gegen alte Bekannte

Am Wochenende trifft Genhart mit Waldkich-St.Gallen auf alte Teamkollegen. Für ihn wird das wieder eine spezielle Partie.

«Ich kenne viele Spieler und habe sogar mit einem zusammen gewohnt»

Das könne einem Spieler eine zusätzliche Motivation geben. Dennoch sei es ein Spiel wie jedes andere. In der Hinrunde haben die Ostschweizer bereits gezeigt, wozu sie fähig sind. Jetzt gilt es gegen den Tabellennachbar wieder zu gewinnen und ihn zu überholen.

In der umkämpften NLA ist in dieser Saison noch vieles möglich. Vier Punkte Vorsprung hat Waldkirch-St.Gallen auf die Playoutplätze. Allerdings befinden sich noch die meisten Clubs in diesem Kampf gegen das Playout. Für Waldkirch-St.Gallen wäre die Playoff-Qualifikation eine Premiere.