Long Beach oder Rorschach

Am morgen beginnenden Beachturnier in Rorschach sind Mats Kovatsch und Jonas Kissling die Favoriten – wenn sie überhaupt teilnehmen. Noch sind sie in Kalifornien und hoffen dort auf die Qualifikation am Grand Slam in Long Beach.

Ralf Streule
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BEACHVOLLEYBALL. Nein, Pech wünschen die Organisatoren des Rorschacher Beachevents den Duos Jonas Kissling/Mats Kovatsch und Nico Beeler/Alexei Strasser nicht. Dennoch wären sie nicht unglücklich, wenn die beiden Teams, derzeit in den USA, nicht über sich hinauswachsen würden. Denn sie sind als Aushängeschilder des morgen startenden Beachvolleyball-Turniers auf dem Kabisplatz angekündigt – können dort aber nur teilnehmen, wenn sie nicht überraschend in Long Beach, Kalifornien, beim Grand-Slam-Turnier die Qualifikation für die Hauptrunde überstehen. Genauer gesagt: Überstanden haben – die Spiele fanden in der Nacht auf heute statt.

Sind die beiden Duos in Long Beach gescheitert, dürften sie bereits im Flugzeug sitzen. Statt Long Beach am Pazifik wäre der Kabisplatz am Bodensee angesagt.

Dass die Teams den internationalen Grand-Slam-Event dem Turnier in Rorschach vorziehen würden, sei selbstverständlich, sagt Michi Bleiker, der OK-Präsident des Rorschacher Turniers, der unterdessen zusammen mit Peter Thoma die gesamte Beachtour mit sieben Turnieren in der Schweiz organisiert. Er hält aber fest: «Auch die Topteams treten gerne bei uns an.» Dass dies so ist, zeigt sich nur schon daran, dass die Beachvolley-Profis bei einem Ausscheiden in den USA überhaupt bereit sind, den schnellen Ortswechsel und die Zeitverschiebung auf sich zu nehmen

WM-Teilnehmer aus Holland

Kissling/Kovatsch sind die derzeitige Nummer zwei der Schweiz. Sie sind in Rorschach Titelverteidiger und wären bei einer Teilnahme die Favoriten des Turniers. Philip Gabathuler/Mirco Gerson, derzeit die Nummer eins des Landes, nehmen nämlich nicht in Rorschach teil – als einziges der drei Schweizer Topteams.

Nebst Kissling/Kovatsch und Beeler/Strasser sind im Männertableau Gäste aus Holland und Deutschland aufgeführt. Für Holland sind Steven van de Velde und Dirk Boehlé dabei, beides dreifache nationale U20-Meister. Van de Velde ist der einzige Spieler des Teilnehmerfelds in Rorschach, der es an die diesjährige WM geschafft hat. Weitere Herausforderer werden unter anderem die Schweizer Gabriel Kissling/Adrian Heidrich und Jonas Stadelmann/David Sturzenegger sein, die das Beachtour-Turnier in Olten dieses Jahr überraschend gewinnen konnten.

Europa-Games-Gewinnerinnen

Bei den Frauen ist das Schweizer Duo Nina Betschart/Nicole Eiholzer favorisiert. Die jungen Zugerinnen sind die nationale Nummer vier, an den Europaspielen im Juni in Baku gewannen die amtierenden U20-Europameisterinnen Gold. Die drei Schweizer Top-Duos Zumkehr/Heidrich, Forrer/Vergé-Dépré und Goricanec/Hüberli jedoch stehen in Long Beach im Einsatz.

Herausgefordert werden Betschart/Eiholzer in Rorschach von Muriel Grässli und Taryn Sciarini, die auf der Beachtour 2015 bisher zwei Siege feierten. Dazu kommen die Gäste aus dem Ausland, aus Brasilien, Holland und Deutschland. Aus St. Galler Sicht interessiert der Auftritt von Leslie Betz. Die Gossauerin tritt mit ihrer neuen Partnerin Saskia Seghers an.

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