«London-Visite als Motivation»

«Vor wenigen Tagen sind wir aus dem dreiwöchigen Trainingslager auf den Kanaren zurückgekehrt. Bei idealen Bedingungen konnten wir mit starken Sparringteams – erstmals in dieser Saison outdoor im Sand – optimal an unseren Skills und den wichtigen Spielabläufen arbeiten.

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Sascha Heyer Beachvolleyball-Profi (Bild: Quelle)

Sascha Heyer Beachvolleyball-Profi (Bild: Quelle)

«Vor wenigen Tagen sind wir aus dem dreiwöchigen Trainingslager auf den Kanaren zurückgekehrt. Bei idealen Bedingungen konnten wir mit starken Sparringteams – erstmals in dieser Saison outdoor im Sand – optimal an unseren Skills und den wichtigen Spielabläufen arbeiten. Erstes Fazit: Im Vergleich zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr sind wir einen grossen Schritt weiter. Unser Spielsystem ist solide, trotzdem aber flexibel und unberechenbar aufgebaut. Physisch und mental sind wir in guter Verfassung. Zudem herrscht teamintern eine geniale, positive Stimmung. So können wir ruhig und mit viel Selbstvertrauen im Gepäck den nächsten Teil der Mission London in Angriff nehmen.

Sand, Sonne und Wind

Es stehen bis Ende März vier Wochen im Nationalen Leistungszentrum in Bern auf dem Programm. Daily Business würde man meinen. Es ist aber kaum an Einheiten im nasskalten Sand zu denken. So werden es wohl vier lange und schwierige Wochen in der Beach-Halle.

Sand, Sonne und Wind sind elementare Rahmenbedingungen. Fehlen mit Sonne und Wind zwei der drei Faktoren, ist der Sport nicht mehr derselbe. Klar, die Grundtechniken und Grobabläufe bleiben dieselben. Wind und Wetter nehmen aber mitunter grossen Einfluss auf die Feinabstimmung, den Spielaufbau und die Taktik im Team.

Zugegeben: Es ist auch eine Kopfsache – als Beachvolleyballer spiele ich einfach auch lieber draussen und am Strand. Dennoch, die Planung ist minutiös auf unser Ziel London abgestimmt. Da gehören diese Phasen in der heimischen Beach-Halle ganz einfach dazu.

Besuch der Wettkampfstätten

Da erhält unsere Mission London in den nächsten Tagen eine ganz spezielle Note. Zusammen mit den anderen Schweizer Beachvolleyball-Olympiakandidaten und begleitet von Olympia-Betreuern und Verbandsfunktionären werden wir am Montag für zwei Tage nach London reisen und einen ersten Eindruck der Wettkampfstätten, des Athletendorfes und allgemein der olympischen Stimmung in der britischen Metropole einfangen können.

Insbesondere die Besichtigung des Horse Guards Parade wird ein emotionales Erlebnis werden. Wo sich üblicherweise die königliche Reitergarde präsentiert und die Queen ihre Geburtstagsparade feiert, wird eine eindrückliche, 15 000 Personen fassende temporäre Arena für die Beachvolleyball-Wettkämpfe errichtet. London, wir kommen.»

Sascha Heyer

Beachvolley-Vizeweltmeister Sascha Heyer (39) aus Frauenfeld wird im Herbst seine 20jährige Profi-Karriere beenden und berichtet regelmässig über seine Mission «London 2012» mit Teampartner Sébastien «Seba» Chevallier (24). www.heyer-chevallier.ch

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