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Lohn für Leistungskonstanz

ORIENTIERUNGSLAUF. Daniel Hubmann hat am Wochenende zum sechstenmal den Gesamtweltcup gewonnen. Allmählich wird dem 32jährigen Thurgauer jene Anerkennung zuteil, die er seit Jahren verdient.
Urs Huwyler
Daniel Hubmann stemmt in Arosa nach seinem grossen Triumph den Pokal in die Höhe. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

Daniel Hubmann stemmt in Arosa nach seinem grossen Triumph den Pokal in die Höhe. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

Dank der Siege über die Mitteldistanz und Langdistanz beim Weltcupfinal in Arosa hat Daniel Hubmann zwischen 2008 und 2015 zum sechstenmal den Gesamtweltcup gewonnen. Einzig Verletzungen 2012/13 verhinderten eine noch eindrücklichere Bilanz des 27-fachen Weltcupsiegers und sechsfachen Welt- sowie dreifachen Europameisters. Wer neben weiteren Erfolgen eine solche Bilanz aufweisen kann, gehört zu den nationalen Aushängeschildern.

Was für Wintersportler, Leichtathleten oder Radsportler gilt, trifft auf Hubmann bedingt zu. Einerseits konzentriert sich die Öffentlichkeit vorwiegend auf die olympischen Sportarten, andererseits gehört der Perfektionist nicht zu den Selbstdarstellern. «Im Zentrum müssen die Leistungen, nicht das Privatleben stehen», betonte der weltbeste laufende Karten- und Kompassleser schon oft. «Aber manchmal nervt es, wenn weniger erfolgreiche Athleten in den Fokus gerückt werden», fügte er einmal an.

Machtdemonstration in Arosa

Damit dürfte Schluss sein. Daniel Hubmann lieferte in Arosa eine Machtdemonstration ab. «Dass ich zweimal überlegen vorne lag, überraschte mich. Irgendwie liegen mir Rennen in der Schweiz», erzählt der Jungvater. Die Geburt von Lina hat erste Spuren hinterlassen. Daniel Hubmann bestritt nicht wie vor einem Jahr in Basel relevante regionale OL im Weltcupgebiet, sondern konzentrierte sich zu Hause auf das Lauftraining und verbrachte möglichst viel Zeit mit der Familie.

Auch die Schweizer Sporthilfe reagiert auf Daniel Hubmanns Dominanz und lädt ihn nach einem mehrjährigen Unterbruch zum zweiten Mal an den Super-Zehnkampf ins Zürcher Hallenstadion ein. «Darauf freue ich mich. Das wird bestimmt lustig und unterhaltsam», hofft der Eschliker. Hubmann thront, an den internationalen Erfolgen gemessen, mehrheitlich über den diesjährigen Super-Zehnkampf-Teilnehmern. Das Aufgebot sieht er auch als Anerkennung für die Leistungskonstanz während der letzten Jahre.

Martin Hubmann mit Staffel top

Seit einigen Jahren drängt auch Martin Hubmann an die Weltspitze. In Arosa verpasste der Sprint-Vizeweltmeister über die Langdistanz das Podest auf Rang vier knapp und gewann zum Abschluss mit der Schweiz das Staffelrennen. Am Tag danach reiste Hubmann der Jüngere bereits nach Südkorea an die Militärweltspiele. «Eine Einzelmedaille bleibt mein Ziel. Am Dienstagabend treffe ich in Mungyeong ein, am Mittwochmorgen findet der erste Wettkampf statt», sagt Soldat Hubmann, der vor vier Jahren in Rio de Janeiro Gold (Team) und Silber (Staffel) herauslief und 2012 militärischer Staffel-Weltmeister wurde. «Sollten wir zweimal Gold gewinnen», fügt er an, «würde OL die Skifahrer in der Disziplinenwertung einholen.»

Bruder Daniel blieb zu Hause. Er ist schon zwölffacher Militärweltmeister. «Südkorea als OL-Land hätte mich gereizt, doch ich wollte nicht zwölf Tage weg sein. So war klar, dass die internationale Saison am Samstag zu Ende sein würde. Sonst wären die Militärspiele im Hinterkopf vielleicht doch irgendwie präsent gewesen.» Ganz zu Ende ist die Wettkampfphase trotzdem noch nicht. Die SM über die Mitteldistanz oder die Team-SM stehen noch auf dem Programm.

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