Liverpool ringt Napoli nieder

Liverpool zog zum Abschluss der Gruppenphase der Champions League den Kopf aus der Schlinge und qualifizierte sich dank einem 1:0 gegen Napoli auf Kosten der Italiener für die Achtelfinals. Auch Paris Saint-Germain und Tottenham Hotspur verbleiben im Wettbewerb.

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Mohamed Salah applaudiert (AP Photo/Dave Thompson)

Mohamed Salah applaudiert (AP Photo/Dave Thompson)

(sda) Zum Matchwinner für Liverpool avancierte der brasilianische Keeper Alisson, der in der 92. Minute den Ausgleich der Gäste durch den eingewechselten Arkadiusz Milik in extremis verhinderte, als er den Schuss des Polen aus vier Metern mirakulös parierte. Napoli hatte in der Schlussphase immer mehr riskiert, hätte doch auch bei einem zweiten Gegentreffer ein Auswärtstor noch zum Weiterkommen gereicht.

Mohamed Salah hatte am Wochenende mit drei Toren gegen Bournemouth Liverpool fast im Alleingang an die Spitze der Premier League geschossen. Und auch im letzten und entscheidenden Gruppenspiel in der Champions League war der Ägypter der auffälligste Spieler auf dem Feld. Der Flügelstürmer tauchte in der 7. Minute erstmals alleine vor dem Napoli-Tor auf, eine knappe halbe Stunde später schlug er dann eiskalt zu. Aus spitzem Winkel erwischte Salah Napolis Keeper David Ospina und sorgte damit für den einzigen und letztlich entscheidenden Treffer in Anfield.

Starker Heimauftritt

So schwach Liverpool in dieser Kampagne in der Fremde auftrat, so stark präsentierte sich das Team von Jürgen Klopp jeweils vor dem heimischen Anhang. Auch gegen das zuvor noch ungeschlagene Napoli waren die «Reds» mehrheitlich spielbestimmend, trotz einer im Vergleich zur Meisterschaft eher defensiveren Ausrichtung; Xherdan Shaqiri sass im Gegensatz zu den letzten Premier-League-Auftritten nur auf der Bank. Dass das Heimteam bis am Schluss um das Weiterkommen zittern musste, lag an der mangelnden Chancenauswertung und der Ausgangslage; Salah, Milner und Mané vergaben ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen in der zweiten Halbzeit, Napoli hätte eine 1:2-Niederlage zum Weiterkommen gereicht.

Am Ende setzte sich Liverpool zwar verdient durch, die Partie hätte allerdings schon früh in eine andere Richtung laufen können. Liverpools Verteidiger Virgil van Dijk spielte in der 13. Minute bei einem Tackling zwar klar den Ball, traf im Anschluss Napolis Stürmer Dries Mertens aber mit voller Wucht am Knöchel und war mit einer Verwarnung noch gut bedient.

Dass sich das Schicksal der beiden Teams allein durch den Ausgang der Direktbegegnung entscheiden würde, hatte sich schon früh abgezeichnet. Paris Saint-Germain wurde in Belgrad seiner Favoritenrolle gerecht und lag schon zur Pause dank Treffern von Edinson Cavani und Neymar mit 2:0 in Führung. Mit dem 4:1 verhinderte das Team von Thomas Tuchel das erstmalige Ausscheiden in der Gruppenphase der Königsklasse seit dem Einstieg der katarischen Investoren 2011 bei PSG.

Inters kapitales Heimremis

In der Gruppe B setzte sich im Fernduell um Platz 2 Tottenham Hotspur gegen Inter Mailand durch. Zwar holte der Premier-League-Vertreter im Camp Nou gegen den nicht in Bestbesetzung antretenden Gruppensieger Barcelona nur ein 1:1, profitierte aber vom Ausrutscher von Inter, das sich zuhause gegen den PSV Eindhoven blamierte und ebenfalls nur zu einem 1:1 kam. Ein kapitaler Fehler von Kwadwo Asamoah leitete den Gegentreffer Inters nach knapp einer Viertelstunde ein, der Ausgleich von Mauro Icardi war letztlich zu wenig.

Erfolg und Gruppensieg für Dortmunder B-Mannschaft

Borussia Dortmund schloss die Kampagne mit einem Sieg und als Gruppensieger ab. In Monaco mit Diego Benaglio im Tor setzte sich der Bundesliga-Leader 2:0 durch und profitierte dabei vom 0:0 von Atlético Madrid bei Club Brügge. BVB-Trainer Lucien Favre liess seine Stammelf pausieren, im Tor erhielt Marwin Hitz den Vorzug vor Roman Bürki. Auch Manuel Akanji wurde geschont.