Limite erfüllt, aber nicht in Rio

Das Olympiaqualifikationspensum befindet sich in der Schlussphase. Weshalb ist im Zusammenhang mit dem Qualifikationsprozedere häufig von Quotenplätzen die Rede?

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Das Olympiaqualifikationspensum befindet sich in der Schlussphase. Weshalb ist im Zusammenhang mit dem Qualifikationsprozedere häufig von Quotenplätzen die Rede?

Die Quotenplatzregelung definiert die Anzahl Startplätze, die einem Land in einer Sportart zur Verfügung stehen. An verschiedenen Qualifikationswettkämpfen können die Sportler mit guten Resultaten Startplätze für ihren Verband holen. Dem Internationalen Olympischen Komitee IOC als Ausrichter ist es letztlich egal, welche Sportler die Nationalen Olympischen Komitees NOK an die Spiele schicken. In der Regel kommen jene Sportler zum Zug, welche die Quotenplätze erreicht haben. Das muss aber nicht sein. Abschliessend entscheiden die NOK – in der Schweiz Swiss Olympic – über die Selektion.

Im Schiessen etwa hat Jasmin Mischler der Schweiz einen Quotenplatz gesichert. Es ist aber gar nicht sicher, ob die Gewehrschützin auch als Olympiateilnehmerin nach Rio reisen darf. Denn Mischler ist in einem Formtief. Der Schiesssportverband kann Swiss Olympic eine andere oder einen anderen Athleten zur Selektion vorschlagen.

Schliesslich dürfen in den meisten Disziplinen höchstens drei Teilnehmer aus einem Land starten. Auch diese Einschränkung kann einem Athleten, der die Olympialimite erfüllt hat, zum Verhängnis werden. Dieser Passus ist richtig. In den Sprints wären sonst jeweils mehr als 20 Amerikaner dabei. (dg)

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.