Ligaerhalt trotzdem geschafft

Nach der 27:31-Niederlage beim TV Appenzell fallen die Romanshorner 1.-Liga- Handballer auf den 10. Platz zurück. Es wird aber keine Barrage-Spiele geben.

Lukas Raggenbass
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handball. Auch wenn sich die Thurgauer am Samstag gegenüber den letzten beiden Partien verbessert zeigten, reichte dies nicht aus, um das heimstarke Appenzell ernsthaft zu gefährden.

Nach der Niederlage richteten sich die Blicke der Romanshorner schnell auf die Resultate der anderen Spiele. Dort folgte gleich die zweite Ernüchterung. Wetzikon zog mit dem 21:21 in Kreuzlingen am HCR vorbei.

Damit hätten die Oberthurgauer ihre Partie am kommenden Sonntag in eigener Halle gegen das bereits abgestiegene Kloten gewinnen müssen. Doch weil die Barragespiele gestern vom Verband gestrichen wurden, kann der HCR weiterhin für die 1. Liga planen.

Zuerst vielversprechend

Zu Beginn des Matches hatte aus Romanshorner Sicht alles noch gut ausgesehen. Man setzte sich früh mit drei Toren ab. Die Offensive funktionierte sehr gut. Namentlich Schneider vermochte sich immer wieder in Szene zu setzen.

Er erzielte fünf der ersten neun HCR-Tore. Dem stand Erdin auf der anderen Seite in nichts nach. Der Appenzeller Spieler-trainer avancierte in der Anfangsphase zum Alleinunterhalter, markierte sieben der ersten acht Appenzeller Treffer. Den ehemaligen Nationalspieler kriegten die Romanshorner nicht in den Griff.

Er war es dann auch, der sein Team wieder heranführte und in der 20. Minute zum 11:11 ausglich. In den folgenden 20 Minuten legte der HCR eine schöpferische Pause ein.

Die Akteure von Slavoljub Vulovic scheiterten jetzt immer wieder am eingewechselten Busa im Tor. Kurz vor der Pause wehrte er auch noch einen Penalty ab, und im Gegenstoss erhöhten die Appenzeller ihren Vorsprung auf drei Treffer (16:13).

In den Startminuten der zweiten Hälfte sorgte der TVA für die Vorentscheidung. Er zog auf neun Tore davon.

Die Romanshorner Würfe, welche zu Beginn des Spiels noch den Weg ins Tor gefunden hatten, wurden nun entweder durch Busa abgewehrt oder verfehlten das Tor knapp. Appenzell ging hingegen unbeirrt seinen Weg. Künzler und Kreisläufer Sven Sutter wussten sich vermehrt gut in Szene zu setzen.

Zu wenig Zeit

Erst eine Viertelstunde vor dem Ende fing sich der HCR wieder, liess den Rückstand nicht mehr weiter anwachsen. Die letzten Minuten der Partie gehörten wieder den Thurgauern.

Dank einer offensiven Deckung wurde die Hypothek auf vier Treffer reduziert. Zu mehr reichte die Zeit nicht. Appenzell feierte schliesslich einen verdienten und in der zweiten Hälfte nie gefährdeten Erfolg.